Auch SAT (Sustainable Agriculture Tanzania, Nachhaltige Landwirtschaft Tansania) muss sich mit den Gefahren der Ausbreitung von Covid-19 auseinandersetzen. Die Gründer, der Vorarlberger Alexander Wostry und seine tansanische Frau Janet Maro, haben bereits (Hygiene)-Maßnahmen getroffen. Die Arbeiten auf den Feldern und bei der Ausbildung gehen aber weiter. Es wurden gerade Workshops für Forstwirtschaft und den Anbau von Kardamon vorbereitet. Alexander Wostry sieht das Coronavirus als einen Weckruf: „Wenn wir jetzt nicht überdenken, wie wir mit dem Klimawandel umgehen, dann schlittern wir direkt in die nächste Krise. Ich glaube, dass diese ganze Geschichte, das Auseinandersetzen mit Hygiene, Sicherheit und so weiter im Zusammenhang mit dem Coronavirus der biologischen Landwirtschaft einen Aufschwung verleihen wird. Erstens, weil sie Ernährungssicherheit garantiert, und zweitens, weil die Umstellung auf Bio auch eine gute Möglichkeit ist, Arbeit zu beschaffen. So glaube ich, dass wir mit der Krise ein neues System aufbauen können. Wir müssen uns jetzt unserer Wünsche und Ziele bewusst werden, um diese vor Augen zu haben, sobald wir die Krise hinter uns gelassen haben. Man darf Afrika nicht vergessen. Die Krise, die wir gerade bewältigen müssen, ist global.“ (Auszug aus Interview mit biovision.ch)

Tansanische Kleinbauernfamilien kann man übrigens mit dem Ankauf von Gewürzen unterstützen. Sie wollen ihre Produkte ein erstes Mal exportieren. Damit sich der Transport lohnt, müssen mindestens 500 Pakete bestellt werden. Am 6. Mai fehlten noch 182 Bestellungen: https://www.gebana.com/projects/ch/project/information/51

Website: www.nlo.at


mehr

DDr. Christine Wallner hat 2009 die Initiative „Africa Alimi Alama”  ins Leben gerufen. Sie lebt direkt vor Ort in Momella im Norden Tansanias und leitet den Verein, der vor allem im Bereich Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft tätig ist, gemeinsam mit ihrer Tochter Mag. Dr. Cornelia Wallner-Frisee mit großem Herzen und unermüdlichem EinsatzÖ: „Wir realisieren dies mit Unterstützung von Spendern und Helfern und freuen uns über jede Unterstützung.” Sie haben nun ein Covid-19 Notfall-Paket geschnürt, das arme Familien unterstützen soll. Auch hier hat sich die Lage dramatisch zugespitzt, was schon aus der Einleitung ihres Aufrufes hervorgeht: „Der Tourismus ist zum Stillstand gekommen und so auch die Wirtschaft des Landes. Die Menschen hier haben Angst – nicht nur Angst um ihre Gesundheit, und ob sie sich vor dem Virus schützen können, sondern es sind die Existenzängste, die sie in ihrem Inneren erschüttern. Viele können ihr tägliches Brot nicht mehr verdienen.“

 

Dazu kommt, dass es Ende April in der Gegend nach heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen gekommen ist, die zu großen Ernteausfällen führen werden. Das 45 Euro-Paket besteht aus: Schutzmaske, Seife, Baobab und Moringa (liefern Multivitamine), Mais, Bohnen, Hirse, Übungsblätter für die Schule. Mit vitaminreichem Essen und Bildung soll damit das Überleben von armen Familien gesichert werden. ASANTE SANA.

Spendenkonto: IBAN: AT141200051846031508, Betreff: Covid 19 Notfall-Paket.

Website: www.africaaminialama.com

Projektvorstellung: https://www.solidarische-abenteuer.at/tansania-africa-alimi-alama-afrika-ich-glaube-an-dich/


mehr

Ein Hilferuf aus Kenia

Der Anspruch „Jedes Leben zählt!“ hat im nationalen Kontext in der Corona-Zeit seine Berechtigung, aber global gesehen ist er angesichts des Folgenden purer Zynismus: Laut UNICEF stirbt weltweit alle 10 Sekunden ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger, während in den Industrieländern tagtäglich zehntausende Tonnen von Lebensmitteln im Müll landen. Seriöse Berechnungen gehen davon aus, dass mit dem Entsorgten die Hungernden in Afrika, Asien und Lateinamerika doppelt ernährt werden könnten. Und mit Corona wird sich der Sekundenabstand weiter verringern. „Don´t stand so close to me“ (frei nach Police, nicht der Polizei), Abstand halten, eine der elementarsten Corona-Regeln, verkommt in prekären Lebensumständen zu einem frommen Wunsch. In den Slums drängen sich die Menschen alternativlos auf engstem Raum. Unter solchen Bedingungen kann sich dort ein Virus wie ein Lauffeuer ausbreiten. Beängstigende Aussichten. In Afrika sterben jeden Tag unzählige Menschen an heilbaren Krankheiten, weil die Menschen nicht krankenversichert sind und sich auch keine Medikamente und kein Spital leisten können. Nun kommt eben mit Corona nur eine weitere gefährliche Krankheit dazu. Gerade als ich (Hans Bogenreiter) mich mit diesem Thema intensiver beschäftigte, kam am 28. April via Mail dieser Hilferuf:

Grüße vom OTEPIC Kenya Friedensprojekt

Dear Hans! Ich hoffe, Dir geht’s gut und du bist gesund. Die Situation hier ist schlecht wegen der Covid 19 Pandemie, die Menschen haben Angst und einige sind auch nicht gut informiert über die Krankheit und notwendige Hygienemaßnahmen. Zwei Meter Abstandhalten ist bei uns im dichtbesiedelten Mitume* nicht leicht und auch unsere Transportmittel sind überfüllt. Die Schulen und Restaurants sind geschlossen. Nun arbeitslos gewordene Menschen haben nichts zu essen; sie haben schon bisher von der Hand in den Mund gelebt. Es könnte wegen Corona schon bald einen Lockdown geben, weil die Zahl der Infektionen steigt. Wir haben im Rahmen unseres Projekts eine Anlage zum Händewaschen geschaffen und haben eine Tafel über die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen zu Covid 19 aufgestellt (siehe Fotos). Wir haben es auch geschafft die bedürftigsten Familien hier mit Nahrungsmitteln aus unseren Gärten zu versorgen. Süßkartoffeln, Mais, Bohnen und verschiedene Gemüse werden aber nicht mehr lange ausreichen. Wir haben auch einen Lehrer gefunden, der die Kinder in unserem Waisenhaus unterrichtet (übersetzt aus dem Englischen).

Wir bitten um Spenden für Nahrungsmittel, Desinfektionsmittel, mehr Waschgelegenheiten und die Bezahlung des Lehrers. http://www.otepic.org/support/donate/ Paypal: Angelmc100@gmail.com

Danke sehr für Ihre Unterstützung!

Philip Odhiambo Munyasia, Coordinator, Phone: +254 725429179, Email: otepic07@yahoo.com, Website: www.otepic.org, Mailing Address: PO Box 4627-30200, Kitale, Kenya, Donate: http://bit.ly/1sphng6 -Join the real food revolution! Projektvorstellung in Deutsch: https://www.solidarische-abenteuer.at/kenia-eine-initiative-waechst-weit-ins-land-hinaus/ 

* Ein Slum in der Stadt Kitale im Nordwesten Kenias, in dem Philip, der Gründer von OTEPIC, aufgewachsen ist.


mehr

Heuschreckenplage in Kenia

Nothilfe für betroffene Familien: In einer ohnehin von Dürren und Hunger heimgesuchten Region sind die Menschen derzeit Opfer einer weiteren Katastrophe.

Die verheerendste Heuschreckenplage seit 70 Jahren ist über das Land hereingebrochen. Wenn nicht rasch Maßnahmen getroffen werden, ist ein unvorstellbares Ausmaß an Leid vorprogrammiert: Hunger, Flucht, Konflikte und Tod.

Eine Katastrophe im Anflug

Wetterkapriolen als Ursache: Seit Oktober 2019 verzeichnete Kenia die vierfache Regenmenge. Die feuchten Böden boten optimale Bedingungen für Wüstenheuschrecken, die sich rapide vermehrten und in Riesenschwärmen Felder und Weideland kahlfressen. Ein 1 km² großer Schwarm vertilgt pro Tag die äquivalente Menge an Nahrung für 35.000 Menschen. Mit Stöcken und Trommeln versuchen die verzweifelten Menschen vergeblich, die Schwärme von ihren Feldern zu vertreiben …

Mithelfen, um das Schlimmste zu verhindern

Der Entwicklungshilfeklub und deren Partner-Organisation Oxfam bemühen sich, den Menschen in den betroffenen Ländern Ostafrikas zu helfen. Der Entwicklungshilfeklub wurde um Unterstützung für Kenia gebeten. Konkret geht es um das Verhindern einer Hungerkatastrophe in Gebieten, in denen die Menschen bitter arm und daher besonders gefährdet sind. „Wir wissen nicht genau, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Aber wir wollen nicht warten, bis es zu spät ist, sondern sofort eine Art Sicherheitsnetz für die betroffenen Menschen spannen. Finanzielle Hilfe gibt den Menschen die Sicherheit, dass sie in den nächsten Monaten Nahrungsmittel, Saatgut oder Tierfutter kaufen können. Je nachdem, was am dringendsten gebraucht wird.“ In einer ersten Phase möchte der Entwicklungshilfeklub dazu beitragen, 3.000 Familien zu unterstützen. 

Entwicklungshilfeklub, Böcklinstraße 44, 1020 Wien, Telefon: +43 1 720 51 50, E-Mail: office@eh-klub.at Internet: www.entwicklungshilfeklub.at

Spendenkonto: ERSTE BANK IBAN: AT952011131005405150

Foto: Patrick Ngugi / AP / picturedesk.com


mehr

Sonntag, 19. Jänner 2020, 14:40 in orf sport+

Homeless World Cup 2019: Österreich bejubelte Spitzenplatzierungen

Der Homeless World Cup 2019 fand diesmal vom 27. Juli bis 3. August im walisischen Cardiff statt. Erstmals trat auf Seiten Österreichs auch ein Frauenteam an. Letztere starteten gleich mit zwei Siegen in den Bewerb. Die Zuversicht und die Freude, die die Trainerin Emily Cancienne und vor allem die Spielerin Helia Mirzaei bereits im Vorfeld ausstrahlten, hatte also durchaus (Hand und) Fuß.

Bianka Deak (in rot) unmittelbar vor einem erfolgreichen Torabschluss im heiß umkämpften „Derby“ gegen Ungarn. Foto: Wolke.Caritas-Steiermark).

Trotz einiger Niederlagen gegen erfahrene Teams stieg die österreichische Auswahl in die Runde der letzten acht auf und erreichte schließlich den 6. Platz unter 16 teilnehmenden Nationen. Auch das Herrenteam kam erstmals seit 2012 wieder in die Endrunde. In einem dramatischen Spiel wurde das Spiel um Platz sieben gegen Südafrika mit 4:5 verloren. Trotzdem zeigten sich alle rundum zufrieden über den 8. Platz bei 44 teilnehmenden Mannschaften. So wie im Vorjahr siegte sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Bei den Finalspielen setzte sich Mexiko so wie im Vorjahr souverän durch. Sowohl bei den Herren gegen Chile als auch bei den Frauen gegen Peru konnten sie mit großer Freude den Siegespokal stemmen.

Der Schreiberling hatte bei den Soccer Sissis, beim FC Augustin und zuletzt auch bei der Wilden Liga die Erfahrung gemacht, dass sich gemischte Teams bezüglich Zusammenspiel (ohne Eigensinnigkeiten und schwere Fouls) sehr positiv auswirkten und fragte daher bei der Pressekonferenz den ehrenamtlichen Teamchef Gilbert Prilasnig, warum es keinen solchen Bewerb beim Homeless-Cup gebe. Der ehemalige National- und Sturmspieler (von seinem damaligen Trainer Ivica Osim schwärmt er noch immer) klärte ihn auf: Der Bewerb sei von Anfang an als Mixed ausgeschrieben worden, nur hätte Österreich davon nie Gebrauch gemacht, aber er erinnerte sich an ein Spiel, worauf sich seine Auswahl besonders freute, als sie bemerkte, dass bei den Gegnern eine Frau im Tor stand. Die vermeintlich leicht zu erzielenden Tore fielen jedoch nicht; vielmehr glänzte die Torfrau mit tollen Paraden und brachte damit das österreichische Team zum Verzweifeln.

Hans Bogenreiter für den Augustin (veröffentlicht im Herbst 2019)

Sofias Zeit in Cardiff!

Einen weiteren, sehr persönlichen Rückblick gewährt die Spielerin Sofia Wais. Ausgestattet mit einer Pocketkamera hat sie für goal-clickeinen Blick hinter die Kulissen gewährt. Was es für sie mit ihrem kulturellen Hintergrund überhaupt bedeutet, Fußball zu spielen, warum sie ein mexikanischer Spieler mit Narben nach schweren Brandverletzungen so beeindruckt hat und wie es war, Hollywoodstar Michael Sheen persönlich zu treffen,….dies und einiges mehr berichtet sie in ihrer Reportage auf goal click, mehr dazu unter https://bit.ly/30tGSiN

Mehr Infos: www.homelessworldcup.at MMag. Thomas Jäger, Teammanager Homeless World Cup Österreich, +43 (0)676 88015 399

 


mehr