Schul- und Hilfsprojekte von Theo Fritsche

Der Vorarlberger Bergsteiger Theo Fritsche, der u.a. auch alle höchsten Gipfel in allen Kontinenten bestiegen hat, nutzte seine Erfolge und die damit einhergehende Bekanntheit, um in Nepal Bildungs- und Nachhaltigkeitsprojekte zu initiieren. Das begründet er so: „Während meinen Expeditionen und Trekkingtouren in Nepal seit über zwanzig Jahren durfte ich die wunderbare Natur dieses Landes erleben. Aber nicht nur die Berge zogen mich immer wieder nach Nepal, das Kennenlernen der nepalesischen Kultur und der vielen lieben Menschen faszinierten mich und ließen mich immer wieder neue Kraft tanken. Schon seit längerer Zeit ist es mir ein Anliegen – ohne groß Werbung zu machen – diesen Menschen in Nepal etwas zurückzugeben. Nach dem Erdbeben von 2015 wurde die Unterstützung weiter verstärkt, insgesamt konnten Investitionen im Wert von über 1,5 Millionen EURO umgesetzt werden. 

Ein besonderes Bindeglied für verschiedene Projekte in Nepal ist der Nepali Sunil Krishna Shresta. Mit ihm ist die länderüberschreitende Zusammenarbeit erprobt und funktioniert seit vielen Jahren bestens!“ Neben Sunil Shrestha sind Nabin Parajuli, Dr. Sabine Parajoli und Sumba Sherpa ganz wichtige Helfer und Organisatoren vor Ort! Unterstützt wird Theo Fritsche vor allem auch von Vorarlberger Betriebswirt, Projektmanager und Bergsteiger Björn Berchtel, der die Kooperation so begründet: „Meine Reisen zogen mich aufgrund der interessanten Kultur und den sehr angenehmen Menschen immer wieder in verschiedene asiatische Länder. Als begeisterter Bergsteiger war auch Nepal ein großes Reiseziel. Ich war beeindruckt von der gewaltigen Bergwelt des Himalayas. Doch weit mehr hat mich die herzliche Art, Zufriedenheit und Ruhe der Menschen fasziniert. Durch einen Zufall war ich zweimal bei den Eröffnungsfeierlichkeiten der Schulprojekte von Theo mit dabei. Diese Erlebnisse waren für mich sehr prägend und der Ausschlag dafür, aktiv bei der Ausarbeitung von weiteren Projekten mitzuwirken. Bei meinen Besuchen konnte ich mich durch die Besichtigung aller verwirklichten Projekte und das Kennenlernen der Strukturen vor Ort persönlich von der Qualität der gesamten Organisation überzeugen. Die schlanke Struktur und die ehrenamtliche Arbeit aller Beteiligten gewährleisten, dass jeder Cent direkt in die Schulprojekte fließt. Meine heutige Mitarbeit bei den Schulprojekten sehe ich als sozialen Beitrag speziell für die Gesellschaft in Nepal, welche in vielerlei Hinsicht nicht unseren Wohlstand hat.“

Neun Schulprojekte

Insgesamt wurden bereits neun Schulprojekte für ca. 3.000 SchülerInnen verwirklicht. In der Folge stellen wir vier Schulen näher vor. 

Die Basuki Lower Secondary School,

die erste Schule, wurde 2007 eröffnet. Sie liegt ca. 25 km außerhalb von Kathmandu. Heute werden dort – angefangen vom Kindergarten bis zur 8. Klasse – insgesamt 235 Schüler unterrichtet. Der Schulweg der meisten Kinder verkürzt sich durch diese Schule enorm: Statt vier Stunden Fußmarsch auf gefährlichem Weg haben viele Kinder nur noch zwei Stunden zu gehen.

Die Gefahr des Schulweges ist nicht zu unterschätzen, besonders in der Monsunzeit, aber auch durch Tiere, u.a. gibt es in diesem Gebiet noch Tiger. Bei einem Schulbesuch durften Theo Fritsche und Björn Berchtel die Freude und die Dankbarkeit der Kinder erfahren. Voller Stolz präsentierten sie ihre Arbeiten, ihre Klassenräume, ihre Hefte und Laptops, die in den höheren Klassen auch hier verwendet werden.

Die Jana Bikash Secondary School (Theo Fritsche Schule II)

Dieses zweite Schulprojekt wurde in Anwesenheit von Theo am 25. Oktober 2010 eingeweiht. Sie entstand in der kurzen Bauzeit von nur knapp zwei Jahren. Während dieser Zeit bot dieses Projekt Arbeitsplätze für 10 bis 20 heimische Facharbeiter und 15 bis 25 Hilfsarbeiter. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 100.000 Euro.

Die Schule ist für ca. 420 Schüler ausgelegt und beschäftigt zwölf Lehrpersonen, davon werden acht von der nepalesischen Regierung und vier von den örtlichen Gemeinden bezahlt. Die Feierlichkeiten der Einweihung wurden von einem abwechslungsreichen Programm umrahmt, das von den Schülern, dem verantwortlichen örtlichen Komitee und den Dorfbewohnern mitgestaltet wurde. Die Pflanzung eines Baumes durch Theo Fritsche soll Symbol für Wachstum und Reifung sein, die den Kindern durch diese Schule gewährleistet werden. Für die Erhaltung dieses Projekts wurde ein Reparaturfond eingerichtet. Während der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde von den Schülern schon eifrig dafür gesammelt, da sie meinten: „Wir haben so viel von euch bekommen, wir möchten für den Erhalt der Schule aus eigener Kraft sorgen!“

Schulprojekt III

20 km weiter von der Jana Bikash-Schule entfernt in – Richtung Tibet – entstand das 3. Schulprojekt, das 2012 fertig gestellt und am 27. Oktober im Beisein von Fritsche Theo und seinen Freunden eingeweiht wurde. Anstelle einer alten, renovierungsbedürftigen und viel zu kleinen Schule wurde ein neues Schulgebäude errichtet, das Platz für ca. 400 Kinder bietet. Es ist vorgesehen, dieses Gebäude auch anderweitig zu nützen wie zum Beispiel für die Erwachsenenbildung. Diese Schule ist in einer Grenzregion und hat für die Bevölkerung eine wichtige Bedeutung.

 

Schulprojekt IV

Die Westwing-Schule in der Nähe des Kinderhauses in Luhubu wurde bereits vor Jahren von der örtlichen Kommune gebaut, ist aber inzwischen viel zu klein für das große Einzugsgebiet. Die Erweiterung der Schule ist notwendig geworden. Damit dieses Bauvorhaben auch realisiert werden kann, haben sich die Verantwortlichen vor Ort bereit erklärt, für einen Teil der Kosten selber aufzukommen. Für die Erweiterung von drei Stockwerken war für das Theo-Fritsche-Projekt ein Kosteneinsatz von ca. 160.000 Euro nötig! Derzeit gehen in etwa 680 Kinder in die Westwing-Schule. Durch die Zusammenarbeit mit den regionalen Verantwortlichen und dem persönlichen und finanziellen Einsatz von Theo Fritsche kann auch dieses Projekt ermöglicht werden. Dadurch wird auch die gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz ersichtlich.

Der Erweiterungsbau dieser Schule wurde im Herbst 2012 begonnen und wurde bis Schulbeginn 2013 fertig gestellt. Nun stehen auch Bücherei, Labor und Computerraum zur Verfügung. Neben der Vermittlung von Wissen und sozialen Kompetenzen wird in allen Schulen auch Wert auf sportliche Betätigung gelegt. So werden von den Kindern im Rahmen des Sportunterrichts auch Zusammenhalt und Teamfähigkeit vermittelt. Ebenso wird darauf Wert gelegt, dass die Lehrer in Kursen weitergebildet werden, damit die Qualität des Unterrichts kontinuierlich verbessert wird. Volontärlehrer/innen haben die Möglichkeit für Erfahrungs- und Kulturaustausch. Dieses Angebot wird von jungen Pädagogen gerne angenommen und ist eine Bereicherung sowohl für die Schule wie auch für die Lehrer. Das Ziel all dieser Projekte soll Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Das Kinderhaus in Lhubu wurde 2001 in Betrieb genommen. Die anfangs kleine Kinderschar ist inzwischen auf 50 Kinder aus ganz Nepal angewachsen. Unabhängig von Stammeszugehörigkeit und Religion haben diese Kinder eine Heimat und eine „Familie“ gefunden. Theo hat die Entwicklung des Heims von Anfang an bis heute verfolgt und unterstützt. Die Betreuerinnen und Betreuer sind sehr engagiert und hilfsbereit.

Theo Technical Academy

Die Ausbildungskurse in der Technical Academy sind sehr gut ausgebucht. Im Sommer 2018 konnten einige gespendete Laptops an die Technical Academy übergeben werden, welche bereits intensiv genutzt werden. Die Technical Academy hat eine eigene Facebook-Seite, welche vom Team in Nepal betreut wird. Dhrup Shrestha arbeitet teilweise auch in der Tech Academy mit. Dhrup hat mehrere Jahre in Österreich verbracht und die Tourismusschule in Bludenz besucht. Sein dort erworbenes Wissen gibt er ihm Rahmen der Ausbildung der Tech Academy an seine Landsleute weiter.

 

Emil’s Hospital

Juving Juving, ein sehr abgelegenes Dorf im Solo-Khumbu und die weitere Umgebung, hatte stark mit einer unzureichenden medizinischen Versorgung zu kämpfen. Die bereits vorhandene kleine und schlecht eingerichtete Geburtenstation konnte um ein weiteres Gebäude erweitert werden. Mehr als 5.000 Menschen haben nun Zugang zu einer grundlegend medizinischen Versorgung und Frauen eine bessere Schwangerschafts- und Geburtenbetreuung. Am 25. April konnte im Beisein von Theos Trekkinggruppe und der heimischen Bevölkerung das „Emils-Hospital“ eröffnet werden.

 

Health Clinic (Sangachok, Sindupalchok)

Die Arbeiten bei unserer Health Clinic haben sich etwas verzögert. Dennoch, haben wir das Ziel nun fast erreicht und werden die Klinik noch bis spätestens Oktober eröffnen können. Wir werden euch über die Eröffnung auf dem Laufenden halten. Dieses Projekt ist ebenfalls sehr wichtig um die medizinische Unterversorgung im Distrikt Sindupalchock zu verbessern. Das Einzugsgebiet der neuen Klinik umfasst mehr als 15.000 EinwohnerInnen.

Photovoltaik-Anlage Juving

Ein tolles Projekt wurde von der Firma Licht und Wärme Elektrotechnik aus Raggal finanziert und umgesetzt. In Juving wurde eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 6,5 kWp von Bernhard Burtscher und Lukas Rützler in Zusammenarbeit mit Suresh Pahari installiert.

Dadurch ist eine durchgehende Stromversorgung für Emils Hospital und die Juving Schule gewährleistet. Das notwendige Material (ca. 4.000 kg) wurde mit 90 TrägerInnen in einem 3-tägigen Fußmarsch vor Ort gebracht. Herzlichen Dank an die Firma Licht und Wärme Elektrotechnik insbesondere Bernhard und Lukas, unserem Volunteer Daniel Steuerer sowie unserem nepalesischen Freund und Elektromeister Suresh Pahari. Suresh hat übrigens seine Ausbildung zum Elektromeister in Deutschland abgeschlossen.

Gelebte Nachhaltigkeit

Neben der sehr professionellen Betreuung der Kinder wird auch viel Wert auf Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen gelegt. Beeindruckend sind der umfangreiche und effektive Einsatz von erneuerbaren Energien und die Nutzung der Sonnenenergie mithilfe eines Parabolspiegels. Durch den Bau einer Biogasanlage können erhebliche Mengen an teurem Propangas eingespart werden. Diese Anlage wird vor allem aus Speiseabfällen großer Hotels und dem Abwasser des Kinderhauses gespeist.

Der nach der Vergärung verbleibende Rückstand kann zudem als Dünger auf den eigenen Feldern ausgebracht werden. Im Jahre 1999 wurde in der Nähe des Kinderhauses ein ca. 3500 Quadratmeter großes, landwirtschaftlich genutztes Grundstück gekauft. Wichtig beim Landkauf war, dass die Ländereien einen direkten Zugang zum durchfließenden Bach haben. Wasser ist auch in diesem Land eine wichtige Ressource. Die komplette Landwirtschaft wurde gleich zu Beginn auf biologischen Anbau umgestellt. Seit Sommer 2002 liefert die Landwirtschaft Reis, Kartoffeln und Gemüse für die Kinder und Angestellten des Kinderhauses. Hühner, Hasen, Enten, Gänse, Schweine und Ziegen kamen nach und nach dazu. Das Gelände ist nur ungefähr 300 Meter vom Kinderhaus entfernt. Es ermöglicht den Jungen und Mädchen die Grundbegriffe des Gartenbaus zu erlernen. Mit dem Zukauf von Feldern ist ein großer Schritt in Richtung „Hilfe zur Selbsthilfe“ gelungen. Die Bewohner können sich mit Gemüse und Eiern inzwischen selbst versorgen. Sie produzieren bereits einen Überschuss, den sie an die Dorfbewohner von Lhubu und an Fünf-Sterne-Hotels in Kathmandu verkaufen. Sie tragen so zum Unterhalt des Kinderhauses mit bei und können sich inzwischen teilweise selbst finanzieren. Das Kinderhaus in Lhubu ist ein äußerst gelungenes Projekt. Wer einmal die Gelegenheit hat dieses gelungene Kinderhaus-Projekt zu besuchen, wird von der Freude und Aufgeschlossenheit der Kinder begeistert sein.

Kaffeefarm

2018 wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt. Eine Kaffeefarm wurde gegründet, ein für den Anbau geeignetes Stück Land erworben und großem Eifer wurde bereits eine Plantage angelegt. 2000 Löcher wurden gegraben und dann die empfindlichen Pflanzen eingesetzt. Nabil Parajuli, der nepalesische Projektmanager weiß die Unterstützung aus Österreich sehr zu schätzen: „Die Kaffeefarm wird das soziale Leben und das Einkommen der Farmer verbessern. Wir hoffen, dass uns Theo auch in Zukunft unterstützen wird.

Weiterbegleitung

Die Hilfe zur Selbsthilfe zeigt sich auch in der Unterstützung der Schulabgänger vom Kinderhaus. Nach positivem Abschluss der Schule können die Jugendlichen noch begrenzt im Kinderhaus wohnen. Doch auf dem oft schwierigen Weg in den Berufsalltag und in die Selbstverantwortung werden sie aber auch nach der Zeit im Kinderhaus unterstützt und begleitet. Durch die Gewährung von Mikrokrediten haben sie die Möglichkeit, den Weg in die Selbständigkeit zu wagen. Bei guten schulischen Leistungen wird durch die Bereitstellung von Stipendien auch ein Studium unterstützt, ebenso beim Erlernen eines Berufes. Dadurch wird ersichtlich, dass durch diese Projekte nicht nur Schulbildung gefördert wird – sie bedeuten Nachhaltigkeit und Mitwirken an einer selbstverantwortlich heranwachsenden Jugend, Grundstein für eine gesunde Gesellschaft.

Weitere Vorhaben

Andere Projekte sind bereits in Planung. Durch die gute Zusammenarbeit, vor allem mit dem vor Ort verantwortlichen Sunil Krishna Shresta ist eine effektive Umsetzung gewährleistet. Von diesen Projekten profitieren nicht nur die Kinder und deren Familien, es werden so auch temporäre Arbeitsplätze geschaffen, die die Not vieler Familien lindern helfen.

Theo Fritsche: Ein Star der Berge, der keiner sein will

Die Berge sind sein Zuhause, nicht nur daheim, sondern vor allem auf der ganzen Welt. Kein Wunder denkt man, da Theo Fritsche in Vorarlberg mit dem Rätikon im Blickfeld buchstäblich aufgewachsen ist. Dem war aber nicht so: Hineingeboren als zweitjüngstes von neun Kindern einer Bauernfamilie stand die Mitarbeit am Hof bald im Vordergrund und nach damaligem katholischen Verständnis ist der (Berg)-Sport im Sinne von „Müßiggang ist aller Laster Anfang“ praktisch eine Sünde. In einem Onkel fand er aber eine willkommene „Aufstiegshilfe“ und so stand der Weg frei zu den Felsen, wo er sich seine „Streicheleinheiten“ holt.

„Ich will spüren, wie gern mich ein Berg hat. Man muss sich mit ihm verbünden,“ bekennt er in einem Beitrag von ORF-Vorarlberg. Dabei vergaß er nicht auf die alemannischen Tugenden, lernte das Tischlerhandwerk, gründete dann als Meister ein eigenes Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und auch eine Familie mit vier – in der Zwischenzeit erwachsenen – Kindern. Sein Klassenvorstand in der Hauptschule hatte ihm einst ob seiner Kreativität eine künstlerische Laufbahn empfohlen (die wegen der hohen Ausbildungskosten nicht in Frage kam). Nun konnte er diese Fähigkeiten aber in auserlesenen Tischlerarbeiten einbringen und vor allem bei seiner Karriere als Bergsteiger der Extraklasse, dem kein Berg zu hoch und zu schwierig ist. Auch sonst verlor er nie die Bodenhaftung und gibt sich stets zurückhaltend und bescheiden, wo andere sich längst ob solcher Erfolge ins Rampenlicht gestellt hätten. Die Berge der Welt erweiterten auch seinen spirituellen Horizont. Zwar ist er seinem katholischen Glauben grundsätzlich treu geblieben, aber er schöpft auch Kraft und Energie im Buddhismus, in seiner friedfertigen Ausformung in Verbindung mit dem Respekt vor der Schöpfung. Und die biblischen Geschichten vom 40-tägigen Fasten in der Wüste als geistige Übung in Bescheidenheit hat er in den Weiten des tibetischen Hochlandes erprobt. Es ergibt sich daher von selbst, dass er dem Wirtshaus und auch dem Hüttenzauber zeit seines Lebens, das bald schon in das siebente Jahrzehnt übergehen wird (was ihm keineswegs anzusehen ist) nichts abgewinnen kann.

 

Sein Weg zu den Seven Summits

Den Weg zu den höchsten Gipfeln der sieben Kontinente hat Theo Fritsche heimlich begonnen, sogar barfuß am Hängenden Stein (Rappaköpfle), einem spitzen, felsigen Ausläufer der Lechtaler Alpen zwischen den Gemeinden Ludesch und Nüziders. Hätte er um Erlaubnis gefragt, so wäre es ihm sicher nicht vergönnt gewesen, denn so etwas ist ja schade um die Zeit, zu gefährlich zudem und bringt auch nichts.

Inzwischen zählt Theo Fritsche zu jenen wenigen, die ohne großes Aufsehen die „Seven-Summits“ bestiegen haben. Noch dazu by fair mains (bedeutet in der Bergsteigersprache: ohne künstliche Hilfsmittel, Verzicht auf Lastenträger, Fixseilen und zusätzlichen Sauerstoff). Oft sind ja Bergsteiger bei besonderen Herausforderungen ganz auf das Ziel konzentriert und vernachlässigen dabei die Menschen, die in diesen Bergen schon lange Zeit leben. Theo Fritsche widmet jedoch diesen Menschen großen Respekt, der zur Initiierung von Hilfsprojekten in Nepal geführt hat. 

Die Motive für dieses Engagement beschreibt er so: „Egal auf welchem Kontinent ich unterwegs war, habe ich vor allem von diesen Menschen großen Respekt. Dadurch hatte ich viele wunderbare Begegnungen! Da ich gerade in Nepal im Rahmen der vielen Expeditionen und Trekkingtouren viele erfreuliche Begegnungen mit der örtlichen Bevölkerung hatte, ist es mir wichtig, gerade diesen Menschen etwas zurück zu geben! Habe erlebt, dass ca. 50 Prozent der nepalesischen Menschen nicht lesen und schreiben konnten, so war es für mich wichtig gerade die jungen Menschen eine Möglichkeit zu schaffen, ein Schule zu besuchen! So habe ich vor 20 Jahren angefangen die erste Schule zu bauen! In der Zwischenzeit sind sechs Schulen fertig und drei sind in Bau, die bis Ende dieses Jahres fertig sind und übergeben werden! Es wurden noch mehrere Projekte umgesetzt, z. B. Krankenstationen, Geburtenstation, Technical Academy u.a.“

 

Infos, Kontakte

http://www.theofritsche.at (Schul- und Hilfsprojekte, mail@theofritsche.at, bjoern@theofritsche.at

Spendenkonto: Raiffeisenbank Walgau/GWT, Bankleitzahl: 37 458, Kontonummer: 5 789 441, IBAN: AT03 3745 8000 0578 9441, BIC: RVVGAT2B458


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 Es ist das aktuelle Herzensprojekt des bekannten Oberhaupts der Tuwa, Schriftstellers und Schamanen Galsan Tschinag: die Wiederbewaldung eines Teils der Mongolei und des Hohen Altai. Seit April 2009 pflanzt die Galsan-Tschinag-Stiftung mit Unterstützung von SpenderInnen und Fördervereinen Baumsetzlinge. Inzwischen ist die Anzahl der gesetzten Bäumchen auf 650.000 Bäume angewachsen. Seit vielen Jahren kommt Galsan Tschinag im Frühjahr und Herbst nach Europa, um im deutschsprachigen Raum Lesungen und Heiler-Seminare zu gestalten sowie Vorträge zur Rettung der Natur weltweit zu halten. Er ist auch in Österreich ein gern gesehener Gast, und seine Stiftung hat hier viele UnterstützerInnen gefunden. Hans Bogenreiter, der Initiator der Solidarischen Abenteuer, kennt Galsan im Zuge der Koordinierung von Projekten und Veranstaltungen seit vielen Jahren persönlich und ist auch ein großer Bewunderer seiner Literatur und Spiritualität bzw. seiner unermüdlichen Tatkraft für sein Volk.

Über die aktuelle Situation in der Mongolei

Von den 5.565 Flüssen und Bächen sind 700, von den 9.600 Quellen sind 1.500, von den 4.200 Seen sind 760 bereits gänzlich verschwunden und auch die restlichen Gewässer sind dabei, ihre einstigen Reserven zu verlieren. Bestanden vor 30 Jahren noch gut 12 Prozent des Landes von insgesamt 1,5 Mio. qkm aus ursprünglichen Wäldern, hat sich die bewaldete Fläche mittlerweile auf 3 Prozent verringert. Jahrzehntelang wurde in der Mongolei eine unkontrollierte Abholzung des Baumbestandes ohne Wiederaufforstung durch staatliche Stellen zugelassen. Heute nun ist es dringend erforderlich, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, da durch den Klimawandel, die Überweidung durch Kaschmirziegen und zu wenig Regen die Mongolei in weiten Teilen zu versteppen droht. Davon sind am stärksten die Nomaden betroffen, deren Lebensgrundlage stark gefährdet ist.

“Mutter Erde” hat ihre Kraft verloren

Es werden nur einheimische Baumsorten verwendet, besonders Pappeln, Lärchen, Ulmen, Ahorn und Sanddornsträucher, die inzwischen auch in einer eigenen Baumschule der GTS gezogen werden. Eine zweite kam im Frühjahr 2012 hinzu, da ein eingezäuntes Grundstück gegenüber von Galsan Tschinags Haus von der GTS erworben werden konnte. Zäune sind wichtig gegen Tierfraß und Diebe, eine Wasserstelle ist wichtig zur Bewässerung der Setzlinge, und diese brauchen zusätzliche Pflege. Leider halten sich finanzkräftige Mitbürger und der mongolische Staat mit Unterstützungen zurück, so dass es nur Galsan Tschinags privatem unermüdlichen Einsatz zu verdanken ist, dass dieses Projekt weiterwächst.

Die Wiederbewaldung

So gewinnt der Wald – in der Mongolei, wie auch weltweit – immer stärker an Bedeutung als Faktor zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch und Tier. Deshalb setzt sich Galsan Tschinag mit aller Kraft und seinen finanziellen Möglichkeiten für die Wiederbewaldung ein. Mit dem bekannten Kinderbuchautor und Illustrator Janosch wurde eine Postkartenserie „7 Baumgeister & 1 Million Bäume“ realisiert, deren Erlös dieser Aktion dient. Für den Betrag von 10,00 EUR zzgl. Porto für ein Set wird es Ihnen gern zugesandt. Dieser Betrag entspricht der Pflanzung eines neuen Baumes. So ist jedes Set = 1 neuer Baum. Bestellung via Förderverein Mongolei, Infos siehe anschließend.

Bäume auch für die Hauptstadt

Mai 2016: In Ulaanbaatar und Umgebung hat die Galsan -Tschinag -Stiftung im Mai 20.000 Bäume an interessierte Bewohner der Stadt gespendet und die Menschen bei der Pflanzung angeleitet. Felix Nguyen, ein ausgebildeter Landwirtschaftsmeister aus Deutschland, unterstützt die Baumschule von Zeit zu Zeit auch vor Ort. Auch wurden einem Gefängnis mit 200 tuberkulosekranken Häftlingen in 60 km Entfernung von der Hauptstadt 3.500 Bäume und Setzlinge gespendet.

Die Häftlinge halfen gemeinsam mit ihren Wächtern bei der Pflanzung mit. Ein sehr gelungenes soziales Projekt. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 51.300 Bäume und Setzlinge gespendet und somit haben wir die Schwelle 700.000 Bäume erreicht. Ein guter Start ins neue Jahr und ein weiterer wichtiger Schritt, um das Ziel zu erreichen, 1 Million neue Bäume gepflanzt und einen wichtigen Beitrag zur Wiederbegrünung der Mongolei geleistet zu haben. Um das Gelände der Baumschule in Zengel/Altai hat Galtaikhuu, Galsans Sohn und Leiter der Stiftung, 1000 Pappelsetzlinge und 700 Caragana-Distelsträucher als biologische Schutzwand gegen den ständigen Wind pflanzen lassen. Fünf LKW-Ladungen Dung wurden für die Pflanzgräben angeliefert. Außerdem legte man Gräben zur Bewässerung entlang der Zäune an und grub einen Teich als Wasserreservoir.

Informationen

Förderverein Mongolei e.V., c/o Wilma Brüggemann, Bismarckstr.44, D-72622 Nürtingen, Telefon: 07022.39889, Mail: wilma.brueggemann@t-online.de, Home: http://foerderverein-mongolei.de

Österreichischer Verein: www.nomadenhilfe-mühltal-galsan-tschinag.at, Spendenkonto: Sparkasse Mühlviertel West, Konto: Nomadenhilfe Mühltal, IBAN: AT14 2033 4000 0462 6958, BIC: SMWRAT21XXX

Galsan Tschinag

ist 1943 „im Winter zu einer Zeit, als die Schafe zu lammen beginnen“ in einer Nomadenjurte in der Mongolei geboren worden. Der mongolisch-tuwinische Autor ist eine Ausnahmeerscheinung im Literaturbetrieb. Seit er in den 1960er Jahren in der DDR Germanistik studiert hat, schreibt Tschinag seine Bücher auf Deutsch: Romane, Erzählungen, und Gedichte, in denen er teils autobiografisch Leben und Landschaft der mongolischen Steppe und Berge beschreibt und warmherzig und klug die Lebenswege und die Seelen von Menschen in Asien und Europa porträtiert. Tschinag ist Schamane, Schriftsteller, Schauspieler und Oberhaupt der Tuwa. Bei seinen Lesereisen und Seminaren bringt er Menschen in Europa, Amerika und Asien das Denken und die Lebensweise der zentralasiatischen Nomaden näher. Als Nomadenjunge hatte der nun weltweit bekannte Schriftsteller nach einem Unglück fast keine Überlebenschance, der Großteil seiner Haut war verbrannt und die Schmerzen schier unerträglich. Er schilderte die dramatischen Ereignisse so: „Da ereilte das Unglück unseren Ail, unsere Jurte, mich. Ich stürzte in den Kessel, in siedend heiße Milch. Und es ereignete sich an dem Abend des Tages, an dem Großmutter weggeritten war, um mir meine künftige Herde in die Hürde (Anm.: umzäunte Weide) zu holen.“ Nur gut, so schreibt er weiter, dass sich niemand mehr an Einzelheiten erinnern kann, trotzdem lässt er seine Leserschaft an den dramatischen Stunden seiner Rettung (die von Nachbarvölkern kam, mit denen es auch oft Streitigkeiten gab) sehr eindringlich teilhaben: „Der erste der Männer kam nach Mitternacht an, er brachte zehn Jahre gestandenes Bärenfett mit. Mit dem sollte die Brühwunde bestrichen werden“. In seiner Heimat kennt man Tschinag vor allem unter dem Namen Irgit Schynykbaj-oglu Dshurukuwaa. Er kam 1943 im Altai-Gebirge in der Westmongolei zur Welt. Seine erste Lehrerin war seine Tante, eine Schamanin. Bis heute prägen ihn, den Schriftsteller, Anführer und Schamanen der Tuwa, die Gesänge und Epen seines Volkes und die Natur der Bergsteppe. In der Grundschule fällt seine Begabung erstmals auf, ein Angebot zu einem Studium in Moskau schlägt er aus und entscheidet sich, an der Universität von Leipzig (damals DDR) Germanistik zu studieren. Der bekannte Schriftsteller Erwin Strittmatter wird sein väterlicher Freund, der ihm die Sinne für Dichtung und Gesang schärft. 1968 kehrt er in die Mongolei zurück, lehrt in Ulaanbaatar Deutsch, bis er 1976 wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ mit einem Berufsverbot belegt wird. In dieser Zeit überlebt er als Übersetzer und Journalist und kann dank glücklicher Fügungen in Ost-, später auch in Westdeutschland seine Bücher verlegen. Es entstehen seither in dichter Folge zahlreiche Romane, Erzählungen und Gedichtbände.

Daneben ist er auch weiterhin Schamane, gibt sein Wissen in unzähligen Vorträgen auf der ganzen Welt weiter, wird als Führer seines Volkes anerkannt und pendelt — buchstäblich — zwischen „den Welten“ hin und her. Er lebt teilweise in der Hauptstadt der Mongolei, bei seinem Volk im Altaigebirge oder ist auf Lesereisen in Europa, Amerika oder Asien unterwegs. Seinen großen Traum verwirklichte er, als er eine Gruppe von Tuwa-Nomaden, die in der kommunistischen Ära der Mongolei in die Zentralmongolei zwangsumgesiedelt wurden, über zweitausend Kilometer in ihre alte Heimat im Hohen Altai zurückholt. Dabei waren ihm seine mittlerweile auch in der Mongolei zugewachsene Popularität und seine finanziellen Möglichkeiten als erfolgreicher Schriftsteller hilfreich. Heute bemüht er sich um die Verwirklichung verschiedener kultureller und wirtschaftlicher Projekte, um dem Nomadentum das Überleben zu sichern. Nach dem Ende der sozialistischen „Zwangsbeglückung“ ist das Leben aber weder für die Tuwa noch für die übrige Bevölkerung in der Mongolei leichter geworden; der „wilde“ Kapitalismus fordert auch seine Opfer. Galsan trägt es mit Fassung: „Ich habe den Kommunismus überlebt — habe geholfen, ihn zu stürzen. Werde die Korruption schon überleben.“ Als Student versprach er: „Ich werde eine Brücke zwischen Ost und West sein!“ – seine Vision hat sich erfüllt: eine große deutsche Tageszeitung ehrte ihn mit den Worten „Er ist eine Brücke zwischen Ost und West!“ Galsan Tschinag verbindet das Morgenland mit seinem urzeitlichen Schamanen- und Nomadentum und das Abendland mit dessen philosophischer Aufklärung und dem neuzeitlich-technischen Fortschritt. Sein Wirken richtet sich auf eine Ergänzung der Neuzeit mit der Altzeit, der modernen Kenntnisse der Menschheit mit dem Urwissen seines Volkes: so sind der achtsame Umgang mit der Natur, die einfache Lebensweise, voller liebe- und vertrauensvollem Miteinander, die zentralen Themen seiner Werke.

Ausführliche Infos und Literaturliste: http://galsan-tschinag.de

Die Tuwa

Die turksprachigen Tuwa sind die Nachfahren des einst riesigen Toba-Reiches in Zentralasien. Die meisten der rund 300.000 Tuwiner leben in der Provinz Tuva, Teil der Russischen Föderation. Galsan Tschinag bezeichnet sein im Nordwesten der Mongolei im Hohen Altai lebendes Volk, als „Insel der Menschheit der vergangenen Jahrtausende, dessen Kultur erhalten werden muss.“ Rund 4.000 Tuwa leben in der Westmongolei im Hohen Altai, einem Gebirgszug, der sich über fünf Staaten erstreckt. Als Nomadenvolk sind sie mit den Bergen und Steppen eng verbunden, ihr Weltbild ist geprägt von der Vorstellung einer beseelten Natur und sie behandeln daher ihre Umwelt sehr respektvoll.

Tiere, Pflanzen und Menschen sind ebenbürtige Wesen. Wer stirbt, verwandelt sich in einen Stein; alte Menschen sind für sie „werdende Berge“. Nach ihrem Glauben sind Leben und Alltag eins, Gebet und Gesang stets gegenwärtig. Schamanen sind die wichtigsten Persönlichkeiten in den Sippen. Die Tuwa haben keine Schrift, aber eine lebendige orale Überlieferung und ein reiches Vermächtnis an Mythen. Den Tag beginnen sie mit einem Blick zum Himmel und einem Gruß an den Hohen Altai. Die Welt vergleichen sie mit einer großen Jurte, in der nichts zerstört werden soll. Niemals würden die Tuwa einen Baum fällen, um ihre Jurte zu beheizen. Nur das Holz, das die Bäume selber fallen lassen, wird dazu verwendet. Trotzdem sind Bäume im Hohen Altai rar geworden. Vor allem die vor rund hundert Jahren zugewanderten Kasachen haben viele Wälder abgeholzt. Die Tuwa in der Westmongolei leben hauptsächlich von ihren Viehherden (Yaks, Ziegen, Schafe, Kamele und Pferde). Das Schicksal der Sippen ist also eng mit dem Wohlergehen der Tiere verknüpft. In den letzten Jahren haben dramatische Klimaänderungen, vor allem ungewöhnlich strenge Winter, die von kurzem Tauwetter unterbrochen werden, viele Herden stark dezimiert. Tausende Tiere fanden den Tod, weil sie durch das Eis (das nach Tauwetter pickelhart friert) keine Flechten und Gräser rausscharren konnten. Die Tuwa suchen daher nach wirtschaftlichen Alternativen und Innovationen, z.B. verbesserte Vorratshaltung und Gemüseanbau.

Fotos: Förderverein Mongolei e.V. (1-3) und Wolfgang Israel (Titelbild, 4-8)


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Eine beeindruckende Reportage von FREDERIK SCHÄFER, Der Standard, 23. März 2018

Im Norden Äthiopiens liegt ein Dorf, in dem Religion tabu und Gleichberechtigung gern gesehen ist. Wir besuchten den Gründer, einen Analphabeten mit Ehrendoktorat. Ein vom Rost zerfressenes Schild am Straßenrand weist auf das Ziel hin: „Awra Amba – Cultural Tourism Destination“. Sanfte Hügel erheben sich hinter den Wellblechdächern der knapp 100 Lehmhütten, die Böden sind karg, die Wege holprig, die Stimmung ist gut. Einige Kinder singen, während sie aus dem Dorfplatz in der äthiopischen Provinz Amhara ein Fußballfeld machen. In der Webstube sitzen eine Handvoll Männer und Frauen und beenden gerade ihr Tagewerk. „Einen Frauenberuf wie das Weben auszuüben schmälert meine Männlichkeit nicht. Es schmälert meine Ignoranz.“ Weiterlesen: https://derstandard.at/2000076482903/Das-Dorf-Awra-Amba-Eine-aethiopische-Utopie

Home: http://visitawraamba.com       Video:


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prosi-fest

Der PROSI Supermarket ist in Wien längst kein Geheimtipp mehr, sondern seit 17 Jahren eine besonders beliebte Adresse für einen Einkauf von exotischen Lebensmitteln und Waren aus über 60 Ländern. Cosmetic & Hair World, Kurse für internationale Küche, jährliche Straßenfeste (siehe Standard-Artikel vom 15.7.2016) bzw. PROSI eXotic Bälle und seit Juni 2016 ein indisches Restaurant vervollständigen das Angebot. Aus Dankbarkeit für seine KundInnen etablierte der aus dem indischen Bundesstaat Kerala stammende Firmengründer und Geschäftsführer Prince Augustin Pallikunnel (am Foto der Herr mit Brille) 2011 die PROSI Global Charity.


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Consultation-web1977 kam die junge oberösterreichische Medizinerin Barbara Wiser nach Indien, damals ein Sehnsuchtsort so viele junger Menschen in Europa und Nordamerika, die dort neue Inspirationen suchten. Sie wollte in Himachal Pradesh, einem für Indien eher kleinen Bundesstaat an der Grenze zu Tibet, Joga lernen. Darüber hinaus faszinierte sie die klassische indische Musik. Sie wollte nur drei Monate bleiben, es wurde ihr Lebensmittelpunkt, nicht nur durch die Heirat mit einem indischen Sänger und der Gründung einer Familie, sondern auch durch ihren schon über 35 Jahre währenden Einsatz als Ärztin und Entwicklungsexpertin für arme und benachteiligte Menschen (siehe Details in ihrem Lebenslauf). Nach Österreich kehrt sie aber regelmäßig zurück, vor allem um Unterstützung für ihre Projekte zu werben.


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Bhelwara-webDie Bedrohung des indischen Flusstales Karanpura Valley im Bundesstaat Jharkhand durch Kohletagebau, geplant von der indischen Zentralregierung, gab den Anlass zur Gründung des 2Flüsse Freundschaft Projekts im Frühjahr 2012. Gemeinsam mit „2Rivers Friendship Project“ sind Personen und Organisationen weltweit aktiv, um den Widerstand gegen die Zerstörung des fruchtbaren Flusstales zu unterstützen. 200 indigene Dörfer entlang der Damodar, so der Name des Flusses im Karanpura-Tal, sind von Zerstörung bedroht, wenn die Kohleförderung von der indischen Regierung weiter forciert wird.


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