Die gebürtige Französin Claudine Salagnac-Spendlingwimmer und der im Mühlviertel geborene Roland Spendlingwimmer lernten sich 1966 in Paris kennen und studierten danach in Wien (sie Dolmetsch, er Landwirtschaft, Foto aus dem Jahr 1967). Sie engagierten sich in der linken Bewegung Spartakus und waren Mitbegründer der Europäische Kooperative Longo Mai. Nach Wanderjahren in Frankreich, der Schweiz und Österreich wagten sie den Sprung über den großen Teich zu neuen Herausforderungen. Nach über 50 Jahren Ehe, aus der sechs Kinder hervorgingen, 2021 machten sich die beiden selbst ein großes Geschenk. Anlässlich von vier Jahrzehnten Solidaritätsarbeit in Costa Rica, wo sie die Finca Sonador als Zuflucht für politische Flüchtlinge aufbauten und den Zirkus Fantazztico gründeten, wo Straßenkindern eine neue Perspektiven geboten werden, gaben sie den Gedichtband ELEFTHERIA (griechisch: Freiheit) heraus, der sich auch den zahlreichen Stationen ihrer Weltenwanderung widmet.

Durch das Ableben von Claudine im Sommer 2022 wurde es zu einem berührenden Vermächtnis. Das Buch besticht mit eindrucksvollen Gemälden von WegbegleiterInnen, mit Fotos aus ihrem reichhaltigen Leben und zweisprachigen (Deutsch/Spanisch) Gedichten von den vier Jahreszeiten im Mühlviertel und der tropischen Welt in Mittelamerika. Das folgende Poem zum 40. Jubiläum der Kooperative in Costa Rica ist nur ein Vorgeschmack zu den vielen anderen.

Willkommen im Paradies

40 Jahre leben, hadern, feiern und kämpfen.

Comunidad Menschen aller Zeiten und Sprachen Nahuatls, Lencas, Mayas, Chorotegas, Bribris, Cabecares, Teribes, Borucas, Mühlviertler, Basler Appenzeller.

Unser Paradies hat viele Winkel Und hohe Steine, tiefe Wasser  Mächtige Bäume Chirricano, Namaste, Ceibo, Guyacan, Guanacaste.

Und Schweine, Hühner, Affen Und Vögel aller Farben. Schmetterlinge, Tepescuintle und Pizote. Schleich ich des Nachts durchs grüne Tor Schlägt mit ein Chor von Stimmen vor Dunkle Gestalten mich begleiten  Des Mondes Silberlichter gleiten Über die Steine mit Bildern Aus unbekannten Zeiten.

Wenn ich des Tages Schweiß beende Such ich der Quellen labende Kraft. Willst du, Fremder dich hier niederlassen, Sei Willkommen! Es gibt noch Platz für dich und die Deinen

Und für alle die es gut meinen. Doch kommen solche Die sich wollen holen Unsere Flüsse, Bäume und Fisolen Sie werden unseren Zorn erfahren. Lasst euch umarmen Wälder Felder, Wiesen, Gärten Lasst uns gemeinsam Feste feiern Mais, Yucca und Lianen Leon, Tapi und Leguane

Willkommen im Paradies!

 

Das Buch ist erhältlich bei:

Buchhandlung Posch, Lerchenfdelderstr. 91, 1070 Wien, Tel. 01 5223995 * Bücher Wolfsgruber, Freistadt, www.wolfsgruber-buch.at * Wagnerische Buchhandlung, Innsbruck, Museumstrasse

Beim Autor: Roland Spendlingwimmer, rolspendling@gmx.net

Preis: 15 Euro

Mehr Infos über die Spendlingwimmer-Projekte gibt es auch hier: https://www.solidarische-abenteuer.at/zufluchtsort-finca-sonador-costa-rica/

Drei Olivenbäume im Gedichtband: Gemälde von Viera Wolf, Wien/Paris


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Kathrin Messner, Gründerin der One World Foundation: “Es reicht nicht zu träumen, man muss Mut aufbringen, diesen Traum zu leben” – Birgit Dalheimer im Gespräch mit Kathrin Messner

Ursprünglich war Kathrin Messner Kunstbuchhändlerin in Wien. Doch seit sie 1983 mit ihrem Mann, dem 2009 verstorbenen Künstler Josef Ortner, zum ersten Mal nach Sri Lanka fuhr, hat sich ihr Leben radikal geändert. Rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Colombo entfernt kaufte das Ehepaar ein Grundstück. Es sollte ein Ort der Kunst entstehen. Um das zu finanzieren, baute man mit renommierten österreichischen Architekten zunächst ein Ayurveda-Ressort für erschöpfte Europäer. Dann entstand die Idee, mit dem erwirtschafteten Geld auch eine Schule für einheimische Kinder aus ärmlichen Verhältnissen zu gründen. Das war 1995. Heute ermöglichen die Einnahmen des Gästehauses rund 1100 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter dem Dach der “One World Foundation” den Zugang zu Bildung. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt Kathrin Messner vom Wiederaufbau nach dem Tsunami von 2004, von den täglichen Herausforderungen, wie sich der Inselstaat in den vergangenen Jahren veränderte.

Sehr empfehlenswert:

noch eine Woche nachzuhören: https://oe1.orf.at/player/20220916/691260


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Einladung zur Infoveranstaltung des Entwicklungshilfeklubs

22. September 2022, 18:30 Uhr Pfarrsaal Pfarre am Schüttel, Böcklinstraße 31, 1020 Wien

Mehr Infos unter: 

https://entwicklungshilfeklub.at/einladung-infoveranstaltung-der-hohe-preis-der-billigen-kleidung/


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Die Leiterin von AAA (Africa Amini Alama), Frau Mag. Dr. Cornelia Wallner-Frisee, stellte die neue Klinik mit dem integrativen Gesundheitsansatz mit folgenden Worten vor: „In den mehr als zwölf Jahren, in denen wir nun schon im medizinischen Bereich tätig sind, haben wir erkannt, wie wichtig es ist, Krankheiten in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Wir haben schon vielen Menschen geholfen, rechtzeitig notwendige Untersuchungen zu bekommen, um Krankheiten in einem Frühstadium zu diagnostizieren, die Schulmedizin mit vorhandenen, traditionellen, naturheilkundlichen Therapien zu integrieren und finanzschwachen Familien diese Behandlungen gratis zukommen zu lassen. Eine Familie, die nicht über die notwendigen Mittel verfügt, um sich selbst zu ernähren, wird lange zuwarten, um eine Behandlung in einem Spital zu bezahlen. Ein freier Zugang zu guter medizinischer Versorgung ist die einzige Lösung, um Leben zu retten und Menschen zu helfen, gesund zu bleiben.“

 

Mehr Infos im Newsletter: 

https://mcusercontent.com/6c315aba9f85236ce1b9584a2/files/ac21b5b7-f294-783a-f4e7-864e3a1c1678/Newsetter_09_2022_DE.pdf


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Wie hier bereits berichtet unterstützt der evangelische Pastor Emanuel Besleaga obdachlose und arme Menschen in Rumänien und Moldawien und seit Kriegsausbruch ukrainische Flüchtlinge in Rumänien und auch Kriegsopfer in der Ukraine.

Von Vârfu Câmpului (Landkreis Botoșani, Moldau/Rumänien) aus fährt er immer wieder über die Grenze in der Ukraine. Hier Auszüge aus seiner Whats-App-Nachricht vom 14. August 2022 an Dr. Euler-Rolle:

Guten Morgen ihr Lieben! Ich hoffe es geht Ihnen gut. Hier sind einige Aktualisierungen. Wir hatten zwei Camps in Moldawien mit jeweils etwa 120 sehr armen Kindern, die sich über unsere Hilfe sehr freuten. Derzeit bereiten wir Hilfstransporte nach Moldawien und nach Irpin und Buka in die Ukraine vor. Wir wollen den Opfern des Krieges und den vielen Kindern, die alleine gelassen werden, während ihre Väter in diesem Krieg kämpfen, persönlich helfen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag mit einer dicken Umarmung. Emanuel.

Dr. Euler-Rolle hat schon 69mal einen Hilfstransport nach Rumänien durchgeführt und hat vor Ort mit Pastor Emanuel Besleaga einen sehr engagierten und verlässlich Partner gefunden, mit dem er in Varfu Campului ein Obdachlosenheim errichtet. Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine hat aber die Unterstützung von ukrainischen Kindern und Familien Vorrang.

Spenden bitte an Hilfsverein Austria pro Moldavia, IBAN AT 47 2011 1000 0514 6720. Kennwort: „Ukraine“

Mit herzlichem Dank im Voraus, Hans Bogenreiter (Redaktion Solidarische Abenteuer)

 

Weitere Infos zu den Projekten:

www.solidarische-abenteuer.at

PS: Der Bericht über den Hilfstransport von Dr. Euler-Rolle im Juni nach Rumänien wird wird wegen eines technischen Problems erst im Herbst veröffentlicht.

 

Alle Fotos: Emanuel Besleaga (am Foto rcchts)


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