Redaktionell etwas gekürzt veröffentlichen wir gerne den Jahresbericht 2020/21 von Nishtha. Diese gemeinnützige Stiftung, die im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh tätig ist, wurde von der österreichischen Ärztin Dr. Barbara Nath-Wiser gegründet. Nishtha bedeutet im Sanskrit „fest im Boden verankert sein“.

 

 

 

Liebe Freunde,

Mit diesem Brief erhalten Sie den Jahresbericht 2021, den wir gerade fertiggestellt haben. Wir sind überrascht und auch stolz auf das, was wir angesichts der unvorhersehbaren Herausforderungen meistern konnten und wir sind Ihnen allen sehr dankbar, dass Sie so großzügig zu unserer engagierten Arbeit in den Dörfern beigetragen haben. Im Mai und Juni dieses Jahres wurden wir von einer virulenten COVID Welle heimgesucht, bei der viele erkrankten. Jeder von uns kannte jemanden, der nun nicht mehr unter uns ist. Nichtsdestotrotz sind wir froh, Ihnen berichten zu können, dass wir den Sturm überstanden haben und den Menschen, soweit es möglich war, medizinisch weiterhelfen konnten.

Lebensmittelgutscheine gegen Einkommensverluste

Als die Situation sich beruhigt hatte und uns wieder vorausblicken ließ, beschlossen wir, die Verteilung von Lebensmittelgutscheinen im Wert von 1001 Rupien pro Haushalt (eine ungerade Zahl gilt als glückbringend) zu organisieren. Dank einer deutschen Organisation namens SMILE, sowie der finanziellen Unterstützung der Nishtha UK Stiftung konnten wir über 240 Lebensmittelhilfspakete den durch Einkommensverlust am meisten vom Lockdown betroffenen Menschen zukommen lassen. Vor allem alleinstehende Frauen und Menschen mit Behinderungen, sowie jene Familien, die ihr Einkommen verloren haben und nicht einmal mehr Grundnahrungsmittel kaufen können, sollten bedacht werden. Der allgemeine Wirtschaftsrückgang mit einher gehender Arbeitslosigkeit während der großen Pandemiewelle in diesem Frühjahr hat hier im Kangra-Distrikt zu weit verbreiteter Lebensmittelknappheit geführt. Viele Menschen haben ihr Hab und Gut in den Monsun-Überschwemmungen verloren und die starken Regenfälle im Juli haben auch zu großen Einbußen im Tourismus geführt.

 

 

 

Die Dörfer, die von Nishtha betreut werden liegen in einem Umkreis von ca. 30 km. Ein Team von sechs Aktivistinnen alleinstehender Frauen finden die Bedürftigen in ihrer Umgebung heraus und kümmern sich dann um ein gutes Einvernehmen mit verlässlichen Lebensmittelläden an leicht erreichbaren Orten in den Dörfern. In diesen Läden kann mit den 1001 Rupien-Gutscheinen eingekauft werden. Im Allgemeinen gibt eine vierköpfige Familie 2000 Rupien monatlich für haltbare Lebensmittel aus. Für Single-Frauen wurde im August mit finanzieller Unterstützung von COVID Relief durch Nishtha Austria eine besondere Aktion gestartet. In dieser Zeit hat das Team der Aktivistinnen über 350 Gutscheine verteilt. Die Empfänger sind oft Menschen, für die es schwierig ist ihr Haus zu verlassen. Die Aktivistinnen organisieren ihre Einkäufe oder begleiten sie zum Laden, damit sie selbst auswählen können. Wir sind diesen Frauen sehr dankbar für ihr Engagement. Gerne würden wir weiterhin Gutscheine für noch mehr bedürftige Menschen zur Verfügung stellen und sind für jegliche Spende in diesen Fond überaus dankbar.

Durch das Auslagern des Nahrungsmittelhilfsprogramms an unsere Aktivistinnen konnten sich die Mitarbeiter des Nishtha Community Centers wieder um andere Aufgaben kümmern, z.B. das Zusammenstellen nahrhafter Imbisspäckchen für Kinder. Diese Päckchen bestehen aus sorgfältig ausgewählten Knabbereien wie gerösteten Kichererbsen oder Erdnüssen, frischen oder getrockneten Früchten, Nahrungsergänzungsmittel wie Rohzucker, Soya Nuggets und leicht verdaulichen Hülsenfrüchten. Die Päckchen werden zusammen mit Büchern zum Tauschen alle zwei Wochen an über 150 Kinder aus sieben Volksschulen verteilt. Eine solche Aktion hilft uns, mit den Kindern in gutem Kontakt zu bleiben und zu einem besseren Verständnis ihrer Problme und Bedürfnisse zu kommen. Volksschulkinder (im Alter von 6 bis 14 Jahren) sind seit Ende März 2020 nicht mehr in der Schule – das sind 17 Monate ohne Schule! Der Reiz des Neuen dieser unvorhergesehenen Phase der Freiheit ist verflogen. Für viele Kinder hat es bedeutet, an das Haus gebunden zu sein und abhängig von sehr unzulänglichem Lernen über WhatsApp mit dem Telefon ihrer Eltern. Es besteht die Sorge, dass diese auswegslose Situation eine ernsthafte Auswirkung auf die Entwicklung der Kinder haben wird. Vergangene Woche haben Mitarbeiter unseres Community Centers, die sich um die Kinderprogramme kümmern, mögliche Aktivitäten für die Kinder diskutiert. Es ist ein großes Plus, dass die meisten Dorfkinder im Freien gespielt haben, wann immer das Wetter es zuließ, sodass sie viel Bewegung hatten. Der Spielplatz von Rakkhar hat sich in dieser Phase sehr bewährt und jeden Abend haben sich dort lebhafte Kinder als auch einige Frauen getroffen. Es ist ein Platz, wo man hingehen kann, um mal aus dem Haus zu kommen.

Gesundheitsprogramme laufen weiter

Für Spenden von Oximetern und Sauerstoffgeneratoren sind wir sehr dankbar. In dieser Zeit hatten Dr. Barbara und unsere Mitarbeiter einige schwierige Fälle zu betreuen. Alte Freunde und Patienten sind verstorben. Weitere leiden an den Langzeitwirkungen von COVID oder an unheibaren Krebserkrankungen. Glücklicherweise haben wir nun zwei neue Ärztinnen in unserem Team. Dr. Deepanjali, eine erfahrene Homöopathin, die auf Frauenprobleme und Gesundheitserziehung spezialisiert ist, hat sich uns im Juni angeschlossen.

Sie hat die mobilen Kliniken übernommen, die von den Aktivistinnen der alleinstehenden Frauen organisiert werden und im Juli wieder gestartet wurden. Diese mobilen Kliniken laufen extrem gut und ziehen Gruppen von 30-40 Leuten an, die sich dafür interessieren, mehr über ihre Gesundheitsprobleme zu lernen. Sie stellen viele Fragen! Dr. Sara, die schon vor zwei Jahren bei uns war, ist wieder zurückgekommen. Ihre medizinischen Qualifikationen und ihre beachtlichen Erfahrungen mit COVID- und Krebspatienten kommen uns jetzt sehr zugute. Zwei Monate lang war eine junge, sehr tatkräftige Physiotherapeutin bei uns und arbeitete mit unseren Kindern, die besondere Förderung benötigen sowie mit einigen Patienten. Wir sind besonders dankbar für die Spende von drei Sauerstoffgeräten, die nicht nur COVID-Patienten helfen, sondern auch Krebspatienten Linderung verschaffen. Während wir uns daran gewöhnen, mit COVID und den anhaltenden Einschränkungen, die das Treffen mit Freunden und Unterstützern erschweren, zu leben, wenden wir uns wieder an Sie mit der Bitte um Unterstützung, damit wir unsere Programme weiterführen können. Jegliche Hilfe, die Sie uns zukommen lassen, ermöglicht es Nishtha, den Anforderungen, denen wir begegnen, gerecht zu werden und den Menschen in Not zu helfen. Wir sind jedem Einzelnen von Ihnen aufrichtig dankbar für Ihre Güte und Ihr Interesse für das, was wir versuchen zu tun. Wir hoffen, dass Sie an den Fotos und ausführlichen Beschreibungen unserer Aktivitäten im Bericht 2020-21 Ihre Freude haben.

Mit besten Wünschen für Glück und Gesundheit

Barbara und Philippa

Danke im Voraus für Ihre Spende an Nishtha Austria Gemeinsames Engagement für Entwicklungszusammenarbeit Bank: Oberbank BLZ 15000, BIC: OBKLAT2L, IBAN: AT241500004591018215

PS: hier gibts den Jahresbericht in Englisch in voller Länge:

https://nishtha-hp.org/pdf/Nishtha_Report_2020-21.pdf


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Africa Amini Alama verweist im aktuellen Newsletter mit interessanten Videos auf den Arbeitsbericht für das 1. Halbjahr 2021 hin, siehe:

https://mailchi.mp/africaaminialama/neues-aus-tansania-8-4794178?e=4150079c72

Die Leiterin des Vereins, Frau Mag.Dr. Cornelia Wallner-Frisee ladet zur SponsorInnenenreise im Herbst ein. Und wer mit ihr im Massai-Land ihren 50iger feiern möchte, dem steht folgendes Angebot zur Verfügung: In der zweiten Märzwoche 2022 gibt’s hierzu eine Spezialreise mit einem Massai-Fest am 12. März mit dem gesamten Africa Amini-Team in der Original Maasai Lodge. Georgina hilft gerne mit Informationen: info@africaaminilife.com

 


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Am 29. Juli war es leider bereits wieder soweit. Dann waren die natürlichen Ressourcen der Erde erschöpft. Das bedeutet, dass wir in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr Kohlenstoff in Umlauf gebracht haben als Wälder und Ozeane in einem Jahr absorbieren können. Wir haben weltweit mehr Fische gefangen, mehr Bäume gefällt, mehr geerntet und mehr Wasser verbraucht als die Erde in derselben Zeit reproduzieren konnte.
Dazu passt diese Reportage…noch 5 Tage nachzusehen.

https://tvthek.orf.at/profile/Weltjournal/1328/WELTjournal-Kenia-Im-Schatten-der-Krise/14100241

 


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 Der Sommer ist da – genießen Sie es auch, draußen in der Natur zu sein? Die meisten von uns verbinden Natur mit schönen Erlebnissen. Was passiert jedoch, wenn das ökologische Gleichgewicht aus dem Lot gerät? Dann ist unsere Lebensgrundlage gefährdet.

Für viele Menschen in den ärmsten Regionen der Welt, erschweren Klimawandel und Umweltzerstörung die Lebensbedingungen massiv. Kleinbäuerliche Familien hungern, weil Überschwemmungen und Erdrutsche den fruchtbaren Boden ihrer Felder zerstören. Menschen und Tiere in sehr trockenen Gebieten verdursten, wenn anhaltende Dürren die Ernte vernichten und Wasserquellen versiegen. Indigene Familien, die seit Generationen untrennbar mit ihrem Land verbunden sind, verlieren durch Landraub und Umweltzerstörung ihren Lebensraum und ihre kulturelle Identität. Für die Menschen in den Projekten, die wir Ihnen hier vorstellen, ist die Natur unmittelbare Lebensgrundlage und nur im Einklang mit ihr können sie ihr Überleben sichern:

• Im Niger erhalten Familien in von Dürre bedrohten Gebieten dank Ihrer Unterstützung endlich Zugang zu sauberem Trinkwasser.

• In der Demokratischen Republik Kongo ermöglicht Ihre Spende Aufforstungsmaßnahmen für KleinbäuerInnen, damit sie ihre Felder vor Erosion schützen und den Auswirkungen des Klimawandels entgegenwirken können.

• In Guatemala ermöglichen Sie den Einsatz von indigenen MenschenrechtsverteidigerInnen, sodass indigene kleinbäuerliche Familien drohenden Landraub und Umweltzerstörung abwenden können.

Außerdem finden Sie im Newsletter des Entwicklungshilfeklubs (https://archive.newsletter2go.com/?n2g=9vbwmzpf-coxry0hz-1bxb) eine Videobotschaft von Misereor-Geschäftsführer Pirmin Spiegel über Landrodung und Ausbeutung im Amazonas, sowie einen Artikel über die Menschenrechtsaktivistin Lottie Cunningham Wren und ihren Einsatz für die Rechte der indigenen Bevölkerung. Wir bitten Sie sehr herzlich um Ihre Spende, damit die Menschen in den folgenden Projekten ihr Überleben sichern und die sie umgebende Natur schützen können!

Entwicklungshilfeklub

Böcklinstraße 44, 1020 Wien Tel: 01/720 51 50, E-Mail: office@eh-klub.at

www.entwicklungshilfeklub.at

Erste Bank: AT95 2011 1310 0540 5150


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Der Newsletter des Entwicklungshilfeklubs (EHK) vom Mai 2021 widmet sich vor allem benachteiligten Mädchen und Frauen.

In vielen Teilen der Welt dürfen Mädchen nicht zur Schule gehen, werden früh verheiratet und sind ihr Leben lang finanziell und sozial von ihrem Ehemann abhängig. Oft ist die gesellschaftliche Anerkennung von Frauen derart gering, dass von einem selbstbestimmten Leben keine Rede sein kann. So ist es nicht überraschend, dass Mädchen und Frauen am stärksten von Armut und Gewalt betroffen sind und ohne Unterstützung kaum Chancen haben, sich daraus zu befreien.

Der EHK setzt sich daher dafür ein, dass insbesondere Frauen die Möglichkeit erhalten, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft zu verbessern. Im Newsletter werden drei Projekte vorgestellt, durch deren Umsetzung es Frauen möglich ist, nicht nur ihre eigene Entwicklung voranzutreiben, sondern auch die ihrer Familie und der Gemeinschaft, in der sie leben. Außerdem finden Sie in diesem Newsletter die Einladung zu unserem virtuellen Projektabend “Projektarbeit in Bangladesch” sowie zwei Buchempfehlungen.

Der EHK bittet um Ihre Spende für die vorgestellten Projekte, damit benachteiligte Frauen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich ein glückliches, selbstbestimmtes Leben aufbauen können.

Hier geht’s zum vollständigen Newsletter:

https://archive.newsletter2go.com/?n2g=9vbwmzpf-sbkvt041-tgd


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