Newsletter des Entwicklungshilfeklubs: Die neuen Projekte im Mai

Wenn der Frühling bei uns ins Land zieht, die Kälte endlich der Wärme weicht und alles anfängt zu sprießen und zu blühen, dann stecken auch bei uns viele die Hände in die Erde, um im Vorgarten oder auf dem Balkon Blumen zu setzen oder Gemüse anzupflanzen. Es ist die Zeit der Vorbereitung und der Aussaat, Zeit, für den Beginn von neuem Leben zu sorgen. Doch was ist, wenn das Land für den Anbau durch den Bürgerkrieg verbrannt wurde? Wenn die Felder überschwemmt werden, weil keine Bäume sie schützen? Wenn veraltetes Werkzeug zum Bestellen der Felder nicht ausreicht? Wenn die Menschen gar keine Felder besitzen? Wenn nur der Hunger bleibt? Damit sich das ändert sollen die neuen Projekten Hoffnung bringen, Zuversicht verbreiten und neue Wege eröffnen.

Neubelebung der Landwirtschaft durch Jugendliche

Kongo, Demokratische Republik: Extreme Armut und brachliegende Felder stehen in argem Widerspruch zu einem von Natur und Klima gesegneten Gebiet: Armeen, Rebellen- und Milizgruppen haben die Provinz Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo zerstört. 80 Prozent der Bevölkerung sind kleinbäuerliche Familien, aber die Jugendlichen glauben nicht mehr, dass sie von der Arbeit auf dem Feld leben und überleben können. Jugendliche, die sowohl Schulbildung als auch den Mut haben weiterzulernen, sollen den Weg in eine neue landwirtschaftliche Zukunft finden. Sie erhalten in ihren Dörfern Schulungen und lernen neben neuen landwirtschaftlichen Methoden auch ihre Produkte gemeinsam und gewinnbringend zu vermarkten. DER ERDE VERBUNDEN, sollen sie das Land ihrer Vorfahren wieder zum Blühen bringen.

Weg zum Licht: Baumschulen für kleinbäuerliche Gemeinden

Burma: Holzhandel und Bergbau führen im Norden von Myanmar zu massiven Abholzungen der bestehenden Wälder. Auch aufgrund der Brandrodungen durch die kleinbäuerlichen Familien geht Waldfläche verloren. Ohne Bäume ist der Boden jedoch schutzlos jedem Wetter ausgesetzt. Erdrutsche, Überschwemmungen und Erosion zerstören die fruchtbaren Felder und damit die Lebensgrundlage der Menschen. Mit dem Aufbau von Baumschulen und der Aufforstung in ihren Dörfern können die kleinbäuerlichen Familien selbst aktiv zur Erhaltung ihrer Lebensgrundlage beitragen. Mit jedem Bäumchen, das sich seinen WEG ZUM LICHT bahnt, wachsen auch die Zuversicht und das Wissen der Menschen, dass sie ihre fruchtbaren Felder schützen können.

Mehr Infos: www.entwicklungshilfeklub.at


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 Es ist das aktuelle Herzensprojekt des bekannten Oberhaupts der Tuwa, Schriftstellers und Schamanen Galsan Tschinag: die Wiederbewaldung eines Teils der Mongolei und des Hohen Altai. Seit April 2009 pflanzt die Galsan-Tschinag-Stiftung mit Unterstützung von SpenderInnen und Fördervereinen Baumsetzlinge. Inzwischen ist die Anzahl der gesetzten Bäumchen auf 650.000 Bäume angewachsen. Seit vielen Jahren kommt Galsan Tschinag im Frühjahr und Herbst nach Europa, um im deutschsprachigen Raum Lesungen und Heiler-Seminare zu gestalten sowie Vorträge zur Rettung der Natur weltweit zu halten. Er ist auch in Österreich ein gern gesehener Gast, und seine Stiftung hat hier viele UnterstützerInnen gefunden. Hans Bogenreiter, der Initiator der Solidarischen Abenteuer, kennt Galsan im Zuge der Koordinierung von Projekten und Veranstaltungen seit vielen Jahren persönlich und ist auch ein großer Bewunderer seiner Literatur und Spiritualität bzw. seiner unermüdlichen Tatkraft für sein Volk.

Über die aktuelle Situation in der Mongolei

Von den 5.565 Flüssen und Bächen sind 700, von den 9.600 Quellen sind 1.500, von den 4.200 Seen sind 760 bereits gänzlich verschwunden und auch die restlichen Gewässer sind dabei, ihre einstigen Reserven zu verlieren. Bestanden vor 30 Jahren noch gut 12 Prozent des Landes von insgesamt 1,5 Mio. qkm aus ursprünglichen Wäldern, hat sich die bewaldete Fläche mittlerweile auf 3 Prozent verringert. Jahrzehntelang wurde in der Mongolei eine unkontrollierte Abholzung des Baumbestandes ohne Wiederaufforstung durch staatliche Stellen zugelassen. Heute nun ist es dringend erforderlich, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, da durch den Klimawandel, die Überweidung durch Kaschmirziegen und zu wenig Regen die Mongolei in weiten Teilen zu versteppen droht. Davon sind am stärksten die Nomaden betroffen, deren Lebensgrundlage stark gefährdet ist.

“Mutter Erde” hat ihre Kraft verloren

Es werden nur einheimische Baumsorten verwendet, besonders Pappeln, Lärchen, Ulmen, Ahorn und Sanddornsträucher, die inzwischen auch in einer eigenen Baumschule der GTS gezogen werden. Eine zweite kam im Frühjahr 2012 hinzu, da ein eingezäuntes Grundstück gegenüber von Galsan Tschinags Haus von der GTS erworben werden konnte. Zäune sind wichtig gegen Tierfraß und Diebe, eine Wasserstelle ist wichtig zur Bewässerung der Setzlinge, und diese brauchen zusätzliche Pflege. Leider halten sich finanzkräftige Mitbürger und der mongolische Staat mit Unterstützungen zurück, so dass es nur Galsan Tschinags privatem unermüdlichen Einsatz zu verdanken ist, dass dieses Projekt weiterwächst.

Die Wiederbewaldung

So gewinnt der Wald – in der Mongolei, wie auch weltweit – immer stärker an Bedeutung als Faktor zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch und Tier. Deshalb setzt sich Galsan Tschinag mit aller Kraft und seinen finanziellen Möglichkeiten für die Wiederbewaldung ein. Mit dem bekannten Kinderbuchautor und Illustrator Janosch wurde eine Postkartenserie „7 Baumgeister & 1 Million Bäume“ realisiert, deren Erlös dieser Aktion dient. Für den Betrag von 10,00 EUR zzgl. Porto für ein Set wird es Ihnen gern zugesandt. Dieser Betrag entspricht der Pflanzung eines neuen Baumes. So ist jedes Set = 1 neuer Baum. Bestellung via Förderverein Mongolei, Infos siehe anschließend.

Bäume auch für die Hauptstadt

Mai 2016: In Ulaanbaatar und Umgebung hat die Galsan -Tschinag -Stiftung im Mai 20.000 Bäume an interessierte Bewohner der Stadt gespendet und die Menschen bei der Pflanzung angeleitet. Felix Nguyen, ein ausgebildeter Landwirtschaftsmeister aus Deutschland, unterstützt die Baumschule von Zeit zu Zeit auch vor Ort. Auch wurden einem Gefängnis mit 200 tuberkulosekranken Häftlingen in 60 km Entfernung von der Hauptstadt 3.500 Bäume und Setzlinge gespendet.

Die Häftlinge halfen gemeinsam mit ihren Wächtern bei der Pflanzung mit. Ein sehr gelungenes soziales Projekt. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 51.300 Bäume und Setzlinge gespendet und somit haben wir die Schwelle 700.000 Bäume erreicht. Ein guter Start ins neue Jahr und ein weiterer wichtiger Schritt, um das Ziel zu erreichen, 1 Million neue Bäume gepflanzt und einen wichtigen Beitrag zur Wiederbegrünung der Mongolei geleistet zu haben. Um das Gelände der Baumschule in Zengel/Altai hat Galtaikhuu, Galsans Sohn und Leiter der Stiftung, 1000 Pappelsetzlinge und 700 Caragana-Distelsträucher als biologische Schutzwand gegen den ständigen Wind pflanzen lassen. Fünf LKW-Ladungen Dung wurden für die Pflanzgräben angeliefert. Außerdem legte man Gräben zur Bewässerung entlang der Zäune an und grub einen Teich als Wasserreservoir.

Informationen

Förderverein Mongolei e.V., c/o Wilma Brüggemann, Bismarckstr.44, D-72622 Nürtingen, Telefon: 07022.39889, Mail: wilma.brueggemann@t-online.de, Home: http://foerderverein-mongolei.de

Österreichischer Verein: www.nomadenhilfe-mühltal-galsan-tschinag.at, Spendenkonto: Sparkasse Mühlviertel West, Konto: Nomadenhilfe Mühltal, IBAN: AT14 2033 4000 0462 6958, BIC: SMWRAT21XXX

Galsan Tschinag

ist 1943 „im Winter zu einer Zeit, als die Schafe zu lammen beginnen“ in einer Nomadenjurte in der Mongolei geboren worden. Der mongolisch-tuwinische Autor ist eine Ausnahmeerscheinung im Literaturbetrieb. Seit er in den 1960er Jahren in der DDR Germanistik studiert hat, schreibt Tschinag seine Bücher auf Deutsch: Romane, Erzählungen, und Gedichte, in denen er teils autobiografisch Leben und Landschaft der mongolischen Steppe und Berge beschreibt und warmherzig und klug die Lebenswege und die Seelen von Menschen in Asien und Europa porträtiert. Tschinag ist Schamane, Schriftsteller, Schauspieler und Oberhaupt der Tuwa. Bei seinen Lesereisen und Seminaren bringt er Menschen in Europa, Amerika und Asien das Denken und die Lebensweise der zentralasiatischen Nomaden näher. Als Nomadenjunge hatte der nun weltweit bekannte Schriftsteller nach einem Unglück fast keine Überlebenschance, der Großteil seiner Haut war verbrannt und die Schmerzen schier unerträglich. Er schilderte die dramatischen Ereignisse so: „Da ereilte das Unglück unseren Ail, unsere Jurte, mich. Ich stürzte in den Kessel, in siedend heiße Milch. Und es ereignete sich an dem Abend des Tages, an dem Großmutter weggeritten war, um mir meine künftige Herde in die Hürde (Anm.: umzäunte Weide) zu holen.“ Nur gut, so schreibt er weiter, dass sich niemand mehr an Einzelheiten erinnern kann, trotzdem lässt er seine Leserschaft an den dramatischen Stunden seiner Rettung (die von Nachbarvölkern kam, mit denen es auch oft Streitigkeiten gab) sehr eindringlich teilhaben: „Der erste der Männer kam nach Mitternacht an, er brachte zehn Jahre gestandenes Bärenfett mit. Mit dem sollte die Brühwunde bestrichen werden“. In seiner Heimat kennt man Tschinag vor allem unter dem Namen Irgit Schynykbaj-oglu Dshurukuwaa. Er kam 1943 im Altai-Gebirge in der Westmongolei zur Welt. Seine erste Lehrerin war seine Tante, eine Schamanin. Bis heute prägen ihn, den Schriftsteller, Anführer und Schamanen der Tuwa, die Gesänge und Epen seines Volkes und die Natur der Bergsteppe. In der Grundschule fällt seine Begabung erstmals auf, ein Angebot zu einem Studium in Moskau schlägt er aus und entscheidet sich, an der Universität von Leipzig (damals DDR) Germanistik zu studieren. Der bekannte Schriftsteller Erwin Strittmatter wird sein väterlicher Freund, der ihm die Sinne für Dichtung und Gesang schärft. 1968 kehrt er in die Mongolei zurück, lehrt in Ulaanbaatar Deutsch, bis er 1976 wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ mit einem Berufsverbot belegt wird. In dieser Zeit überlebt er als Übersetzer und Journalist und kann dank glücklicher Fügungen in Ost-, später auch in Westdeutschland seine Bücher verlegen. Es entstehen seither in dichter Folge zahlreiche Romane, Erzählungen und Gedichtbände.

Daneben ist er auch weiterhin Schamane, gibt sein Wissen in unzähligen Vorträgen auf der ganzen Welt weiter, wird als Führer seines Volkes anerkannt und pendelt — buchstäblich — zwischen „den Welten“ hin und her. Er lebt teilweise in der Hauptstadt der Mongolei, bei seinem Volk im Altaigebirge oder ist auf Lesereisen in Europa, Amerika oder Asien unterwegs. Seinen großen Traum verwirklichte er, als er eine Gruppe von Tuwa-Nomaden, die in der kommunistischen Ära der Mongolei in die Zentralmongolei zwangsumgesiedelt wurden, über zweitausend Kilometer in ihre alte Heimat im Hohen Altai zurückholt. Dabei waren ihm seine mittlerweile auch in der Mongolei zugewachsene Popularität und seine finanziellen Möglichkeiten als erfolgreicher Schriftsteller hilfreich. Heute bemüht er sich um die Verwirklichung verschiedener kultureller und wirtschaftlicher Projekte, um dem Nomadentum das Überleben zu sichern. Nach dem Ende der sozialistischen „Zwangsbeglückung“ ist das Leben aber weder für die Tuwa noch für die übrige Bevölkerung in der Mongolei leichter geworden; der „wilde“ Kapitalismus fordert auch seine Opfer. Galsan trägt es mit Fassung: „Ich habe den Kommunismus überlebt — habe geholfen, ihn zu stürzen. Werde die Korruption schon überleben.“ Als Student versprach er: „Ich werde eine Brücke zwischen Ost und West sein!“ – seine Vision hat sich erfüllt: eine große deutsche Tageszeitung ehrte ihn mit den Worten „Er ist eine Brücke zwischen Ost und West!“ Galsan Tschinag verbindet das Morgenland mit seinem urzeitlichen Schamanen- und Nomadentum und das Abendland mit dessen philosophischer Aufklärung und dem neuzeitlich-technischen Fortschritt. Sein Wirken richtet sich auf eine Ergänzung der Neuzeit mit der Altzeit, der modernen Kenntnisse der Menschheit mit dem Urwissen seines Volkes: so sind der achtsame Umgang mit der Natur, die einfache Lebensweise, voller liebe- und vertrauensvollem Miteinander, die zentralen Themen seiner Werke.

Ausführliche Infos und Literaturliste: http://galsan-tschinag.de

Die Tuwa

Die turksprachigen Tuwa sind die Nachfahren des einst riesigen Toba-Reiches in Zentralasien. Die meisten der rund 300.000 Tuwiner leben in der Provinz Tuva, Teil der Russischen Föderation. Galsan Tschinag bezeichnet sein im Nordwesten der Mongolei im Hohen Altai lebendes Volk, als „Insel der Menschheit der vergangenen Jahrtausende, dessen Kultur erhalten werden muss.“ Rund 4.000 Tuwa leben in der Westmongolei im Hohen Altai, einem Gebirgszug, der sich über fünf Staaten erstreckt. Als Nomadenvolk sind sie mit den Bergen und Steppen eng verbunden, ihr Weltbild ist geprägt von der Vorstellung einer beseelten Natur und sie behandeln daher ihre Umwelt sehr respektvoll.

Tiere, Pflanzen und Menschen sind ebenbürtige Wesen. Wer stirbt, verwandelt sich in einen Stein; alte Menschen sind für sie „werdende Berge“. Nach ihrem Glauben sind Leben und Alltag eins, Gebet und Gesang stets gegenwärtig. Schamanen sind die wichtigsten Persönlichkeiten in den Sippen. Die Tuwa haben keine Schrift, aber eine lebendige orale Überlieferung und ein reiches Vermächtnis an Mythen. Den Tag beginnen sie mit einem Blick zum Himmel und einem Gruß an den Hohen Altai. Die Welt vergleichen sie mit einer großen Jurte, in der nichts zerstört werden soll. Niemals würden die Tuwa einen Baum fällen, um ihre Jurte zu beheizen. Nur das Holz, das die Bäume selber fallen lassen, wird dazu verwendet. Trotzdem sind Bäume im Hohen Altai rar geworden. Vor allem die vor rund hundert Jahren zugewanderten Kasachen haben viele Wälder abgeholzt. Die Tuwa in der Westmongolei leben hauptsächlich von ihren Viehherden (Yaks, Ziegen, Schafe, Kamele und Pferde). Das Schicksal der Sippen ist also eng mit dem Wohlergehen der Tiere verknüpft. In den letzten Jahren haben dramatische Klimaänderungen, vor allem ungewöhnlich strenge Winter, die von kurzem Tauwetter unterbrochen werden, viele Herden stark dezimiert. Tausende Tiere fanden den Tod, weil sie durch das Eis (das nach Tauwetter pickelhart friert) keine Flechten und Gräser rausscharren konnten. Die Tuwa suchen daher nach wirtschaftlichen Alternativen und Innovationen, z.B. verbesserte Vorratshaltung und Gemüseanbau.

Fotos: Förderverein Mongolei e.V. (1-3) und Wolfgang Israel (Titelbild, 4-8)


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Zehn Jahre OTEPIC

Die kenianische Graswurzelbewegung OTEPIC feiert in ihrem Newsletter vom April 2018 ihr zehnjähriges Bestehen. Der Gründer Philip Munyasia und sein Team blicken darin auf die schwierigen Anfänge zurück und berichten über Zukunftspläne:

Liebe Freunde und Unterstützer!

Dieses Jahr ist ganz besonders für uns, denn wir feiern den 10. Geburtstag von OTEPIC! Als wir nur auf einem kleinen Stück Land im Mitume Slum in Kitale anfingen, hätten wir uns niemals vorstellen können, wo wir heute sind:

Wir geben Schulungen für die örtlichen Gemeinschaften im Bereich biologische Landwirtschaft, haben den Mitume Garten im Slum von Kitale, den Sabwani und Amani „Friedens“ Garten und ein Ökodorf gegründet, bauen ein Konferenzzentrum und Permakulturschule, haben ein Waisenhaus Tabasamu („Lächeln“) und eine Tanzgruppe.

Wenn du uns helfen möchtest, unseren Geburtstag zu feiern, wären wir sehr dankbar, wenn du ein paar Steine für unser zukünftiges KONFERENZZENTRUM als Geburtstagsgeschenk spenden könntest! Wir brauchen 10.000 Steine à 1€ = 10.000€

OTEPIC steht für: Organic Technology Extension and Promotion of Initiative Center, frei übersetzt: Initiativ-Zentrum für die Ausbreitung und Förderung von bio-organischen Technologien.

 

Zum kompletten Newsletter: 

http://www.otepic.org/de/2018/04/17/otepic-10-jahres-rueckblick/

 

 


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Inhalt Newsletter April 2018:

Maasai Kinder auf der Suche nach Süßigkeiten vom Osterbuschbaby / Maasai Vision Kinder in ihrem Schulalltag Simba Vision Kinder feiern ihre neuen Gebäude / Schüler der Worseg Vision im Trommelfieber / Unsere Schüler in Erwartung ihrer neuen Pamoja Secondary School / Lehrlinge der Berufsschule lernen praxisnahes Handwerk / Hoffnung für unsere Schneiderinnen Lehrlinge / Computerschule und Englischunterricht für Schüler aus der Umgebung / Kindern aus dem schlimmsten Elend helfen / Wir spielen, lernen und wachsen in der Kindervilla – dem Waisenhaus / Jeden Tag wird ein Kind geboren…/ …und vielen Kindern das Leben gerettet.

AAA-Treffen mit DDr. Christine Wallner, 02. Mai 2018, 18 Uhr, Heuriger Wolff, Rathstraße 46-50, 1190 Wien

Es ist das Lächeln,

die vor Leben sprühenden fragenden Augen, das Halten einer kleinen Hand eines Kindes das uns in unserem innersten berührt und auch verändert. Es ist das Lächeln, die vor Leben sprühenden fragenden Augen, das Halten einer kleinen Hand eines Kindes das uns in unserem innersten berührt und auch verändert. Durch Bilder kann man es erahnen, doch wer uns hier vor Ort besucht hat, weiß, dass diese speziellen kleinen Begegnungen mit den Wesen dieser Kinder das Feld von Africa Amini ausmachen. Und es sind tatsächlich schon über tausend Kinder, die täglich Unterstützung erfahren:

– 41 Kinder in der Kindervilla – 300 Schüler in der Worseg vision school – 270 Schüler in der Maasai vision school – 140 Schüler in der Simba vision school – 48 Schüler in der Nariva Academy – 65 Lehrlinge in der Berufsschule für Tischler, Maurer und Mechaniker – 7 Schneiderinnenlehrlinge – 25 Computerschüler – 20 Secondary school Schüler – 90 Kinder die wir in ihren Familien im Meru und Maasailand aus unserem Sozialhilfefonds unterstützen. – viele junge Patienten werden jeden Tag behandelt und täglich ein neues Leben, eine Geburt in unserer Mutter-Kind Einheit. Und genau diese Kinder sollen in dem Newsletter zu Wort kommen und beschreiben was sie in ihrem Alltag erleben. Von ihnen gesagt oder gedacht, von mir auf Papier gebracht.

Maasai Kinder auf der Suche nach Süßigkeiten vom Osterbuschbaby

Das Buschbaby war schon einmal da, vor 3 Jahren und wir können uns noch genau daran erinnern. Bitte, kann es auch dieses Jahr wiederkommen? Wir müssen es uns nur ganz fest wünschen, meinte Cornelia eines Schultages, dann wird der Wunsch in Erfüllung gehen. Wir waren in der Lodge eingeladen, unsere Eltern feierten in der Kirche, wir durften alle kommen und jeder von uns hatte nur einen Gedanken am Morgen nach dem Aufwachen im Herzen. Hoffentlich wird das Buschbaby für uns eine Überraschung bringen. Spannend… die Geschichte vom Osterhasen die Christine und Cornelia unserzählten, bevor wir endlich nach Süßigkeiten suchen durften. Um ehrlich zu sein, wir hatten nur eines im Kopf, so schnell wie möglich loszulaufen. Wie der Brauch in Österreich ist, und dass hier statt dem Osterhasen das Buschbaby kommt, ist interessant, doch unsere Gedanken waren schon bei der lang ersehnten Suche… wir liefen los… und… unglaublich! Wir fanden Hände voll Süßigkeiten. Gut, dass niemand weiß, dass wir viele gleich in den Mund steckten und nicht wie gedacht zum Sammelplatz brachten. Aber eines wird schon nicht auffallen, und zwei auch nicht und ein drittes in der Tasche damit ich später meinem Bruder eines mitnehmen kann auch nicht. Hoffentlich wird uns Lesse der Lodge Manager nicht verraten, wenn er die vielen leeren Papiere am Boden finden wird. Aber dann sind wir schon weit weg. Und es war sowieso noch so viel übrig als wir all das Gesammelte zusammengetragen hatten und gerecht untereinander aufteilten. Bin ich froh, dass Cornelia meinte wir dürften auch die in den Hosen versteckten Schlecker mit nach Hause nehmen. Woher weiß sie denn wie viele es waren, hat das Buschbaby es ihr verraten, denke mir es ist wahrscheinlich doch nur ein Brauch, aber trotzdem werde ich es mir nächstes Jahr wieder ganz fest wünschen! Es war so ein schöner Nachmittag!

In der Maasai Vision

kamen im September mit dem Container 15 neue Computer die nun zu Lehrzwecken für die Schüler der größeren Klassen verwendet werden. Und noch vor Schulschluss konnte das neue Lehrerzimmer fertiggestellt werden. Der neue Schulgarten wird täglich von den Kindern betreut und nach den Ferien werden wir wohl die ersten Moringa Blätter und Gemüse ernten können.

Maasai Vision Kinder in ihrem Schulalltag

Ich gehe so gerne in die Schule, jeden Tag, doch besonders freue ich mich auf den Freitag. Dies ist unser Obsttag. Für jeden ein eigenes Stück frisches Obst vom Markt. Und ein weiterer Tag war ganz besonders, anders als alle anderen. Inge wollte uns wieder besuchen und wir haben ihr so viel zu verdanken. Die Klassen werden ihr gefallen, mit all den Geschichten die wir selbst geschrieben haben und nun an den Wänden hängen, den neuen Zahnbürsten und Zahnputzbechern die wir nach Gebrauch immer sorgfältig zurückgeben. Doch besonders feiern wollten wir das neue Lehrergebäude. Seitdem wir es haben sind auch die Lehrer viel entspannter, können ihre Verbesserungen in Ruhe in ihrem eigenen Raum machen und sie sind darüber sehr glücklich. Wir allerdings freuen uns auf den Besuch von Inge selbst. Und sie hat so viel mitgebracht, Springschnüre, Gummiseile und das wichtigste, sie hat uns nicht vergessen. Auch Regina und ihre Tochter Maria, die mit uns spielte als ob sie schon immer in der Schule gewesen wäre, besuchten uns und brachten uns viele Schokoladeweihnachtsmänner mit. So verschieden sind die Kinder in Europa gar nicht. Es ist schön Menschen, die uns einmal besuchen, jedes Jahr wieder zu sehen. Dann spüren wir: Wir sind wichtig für sie und umgekehrt ebenso. Ich Penina, bin so stolz auf unsere Schule. Ich zeige gerne unseren Moringa-Garten und den Fußball-Platz her und die vielen Kühe die wir haben und unsere gut einstudierten Lieder. Es ist die schönste Schule weit und breit, davon bin ich überzeugt. Vor allem haben wir jeder unsere eigene Schulbank, mittlerweile genügend Schulbücher, und jeden Tag zwei warme Mahlzeiten. Mein Bruder in der öffentlichen Schule hat dies alles leider nicht. Ich bin so dankbar!

Simba Vision Kinder feiern ihre neuen Gebäude

Bald werden wir vier weitere Klassenräume in der Simba Vision haben. Liesl und Norbert Berggold waren wieder hier. Und jedes Mal bringen sie nicht nur viele Geschenke von unseren Pateneltern, sondern scheinbar auch einen Sack voller Geld. Diesen haben wir noch nicht gesehen, doch kaum waren sie hier, beginnen die Gebäude zu wachsen… so war es bei den neu gebauten und eröffneten Sanitäreinheiten und so schnell wird es nun auch mit den vier neuen Klassenräumen sein. Sie malen mit uns und erzählen uns von den Pateneltern und Sponsoren aus Österreich die uns hier unterstützen. Und dass sie all das Geld von Ihnen bekommen. Das müssen aber viele Menschen sein, denn die Klassenräume werden riesig! Seitdem unsere Lehrer mit Paolo und unserer Hilfe den Moringa und Gemüsegarten so gut pflegen, gibt es ganz oft frisches Gemüse. Und seit einem Monat haben wir auch eine Kuh, die wird uns frische Milch fürs Porridge geben, aber erst wenn das Kalb geboren ist. Wir sind die kleinste Schule von Africa Amini, aber alle werden staunen wie gut und motiviert ich und meine Freunde in der Schule sind. Es ist eine große Chance, die ich hier habe, damit mein Leben einmal leichter wird als das meiner Familie. Ich will so viel verdienen, dass ich ein Haus aus Ziegeln bauen kann und meine Kinder genügend zu essen haben. Mir geht es gut, ich kann hier in der Schule zweimal am Tag essen. Aber meine Geschwister oft nicht. Das tut mir weh.

Schüler der Worseg Vision im Trommelfieber

Jeder kennt ihn, Kukuman (Eberhardt Wolf) und wenn er hier ist, werden die Pausen immer mit Trommelmusik erfüllt. Wir bereiten uns mit ihm auf eine Vorstellung vor. Aber die ist nicht so wichtig, vielmehr die vielen Momente des gemeinsamen Übens. Ich wusste gar nicht wie sehr ich musikalisch begabt bin. Aber wenn Kukuman das sagt, wird es wohl stimmen. Aber ich bin auch wirklich gut im Fußballspielen. Seit den vielen Bällen von Manfred können wir auch parallel in Gruppen trainieren. Letztes Jahr war ich in der Montessori Klasse der Lehrerin Magdalena. Wieso ich schon nach einem Jahr in die erste Klasse aufsteigen darf? Ich dachte auch, ich müsste länger in der Vorschulklasse bleiben. Aber ich war fleißig, konnte mit den Montessori Materialien viel selbständig lernen und habe den Aufnahmetest in die erste Klasse geschafft. Meine Eltern waren so stolz auf mich. Und ich, Baraka, gehe immer noch in Montessori Klasse. Ich wohne sehr weit weg von der Schule. Aber der Schulbus kommt auch in unsere entlegene Gegend immer pünktlich um 7h30. Frühstück gibt es bei uns nicht, nur einen Tee. Aber bis 9h30 kann ich schon auf das Porridge in der Schule warten. Nach der Vormittagspause ist mein Magen dann viel ruhiger und ich kann mich besser konzentrieren.

Unsere Schüler in Erwartung ihrer neuen Pamoja Secondary School

Nächstes Jahr ist es soweit. Wir werden schon in 6 Monaten unsere Primary Abschlussprüfung, die zugleich die Aufnahmeprüfung in die Secondary School ist, ablegen. Hoffentlich wird die in Bau befindliche Pamoja Schule noch rechtzeitig fertig. Wir haben so einen Startvorteil mit der guten Grundschulausbildung hier in der Africa Amini Schule, diesen wollen wir ausnützen. Wir brauchen dringend eine ebenso gute Secondary School. Jänner 2019 sollten die ersten Klassen beginnen. Es fehlen aber noch die Sanitäreinheiten und der Küchen Administrationsblock. Auch ein Science Lab ist rechtlich vorgeschrieben für die Chemieklasse und den Physikunterricht. Ich habe meine Eltern letztens gefragt, ob sie denn nicht noch eine Kuh verkaufen können und helfen das notwendige Geld zusammen zu bringen das noch fehlt. Mein Vater meinte er würde dies gerne tun, aber für die Fertigstellung der Klassenräume. All die anderen Gebäude kann das Dorf in so kurzer Zeit nicht aufbringen. Das würde Jahrzehnte dauern. Was ist dann mit unserer Ausbildung Vater? In welche Schule sollen wir dann gehen? Lass uns hoffen, dass Africa Amini Alama das notwendige Geld sammeln kann damit wir die Schule doch noch im Jänner 2019 eröffnen können. Es stehen bereits zwei Internatseinheiten, 2 Lehrerhäuser, 4 Klassenräume, vielleicht schaffen sie es!

Lehrlinge der Berufsschule lernen praxisnahes Handwerk

Wir Maurerlehrlinge haben seit Jänner ein neues Bauprojekt, an dem wir arbeiten dürfen. Der Ausbau der gegenüber unserer Lehrwerkstätte befindlichen Garage. Als Sepp mit seinem Team im Jänner im Namen von Gerhard Plasonig den Startschuss gab, war die Freude über die bestehende Aufgabe groß. Solch eine Lackiererei zu bauen ist eine Herausforderung der wir uns unter der Leitung von Lehrer Albert gerne stellen. Wir Tischler werden in der letzten Bauphase für den Bau des Daches verantwortlich sein. Unsere Kollegen die Lehrlinge des Mechaniker Lehrganges freuen sich, in Zukunft nun auch das Handwerk der Lackiererei erlernen zu dürfen. Mittlerweile fertigen sie schon Hauseigene Rollstühle für unsere Patienten an.

Hoffnung für unsere Schneiderinnen Lehrlinge

Ich freue mich schon auf die Geburt meines Kindes. Jetzt, nachdem der Schock schwanger zu sein vorüber ist, ich von Reinhild die Chance bekommen habe hier die Ausbildung zur Schneiderin zu machen, und ich nicht mehr von Zuhause abhängig bin, kann ich voller Zuversicht auf die Geburt meines Babys warten. Natürlich besuche ich regelmäßig die Mutter Kind Untersuchungen im Africa Amini Health Center. Dort möchte ich auch mein Kind zur Welt bringen. Aber bis dahin sind es noch ein paar Monate und ich will noch das erste Jahr der Schneiderinnenausbildung abschließen. Das Leben macht für mich wieder Sinn, auch mit einem unerwarteten Kind, auch ohne Vater für das Kind. Meine Eltern haben mich verstoßen, aber ich werde dank der Ausbildung für mein Baby sorgen können.

Computerschule und Englischunterricht für Schüler aus der Umgebung

Ich habe mich zu diesem Kurs angemeldet, da ich nach meiner Secondary School Ausbildung an einer öffentlichen Schule nun nicht weiterweiß, weil ich kein Geld für ein College habe, und etwas Sinnvolles in dieser Zeit tun möchte. Hier gratis Computer lernen zu dürfen ist ein Segen. Ich habe bereits eine eigene E-mail Adresse und kann mit so einigen Programmen gut umgehen. Leider ist mein Englisch nicht wirklich gut. Das macht das Verstehen der verschiedenen Computerprogramme etwas schwierig. Laurin, der Helferlehrer aus Österreich, hat meine gesamte Klasse wirklich motiviert Englisch zu lernen. Es war mehr als nur Vokabeln auswendig lernen. Es hat richtig Spaß gemacht. Die Unterrichtsstunden unter dem Baum oder aber bei ihm zu Hause in der Küche, wo wir gemeinsam gekocht haben, um gewisse Wörter so besser zu lernen. Viel mehr als nur auswendig lernen. „Thanks teacher Laurin!“

Kindern aus dem schlimmsten Elend helfen

 

Meine zwei Geschwister dürfen in eine gute Schule gehen. Mike, der Patenschaftsbetreuuer hier bie uns, sagte eines Tages zu meiner Mutter, dass Sigrid von Africa Amini sie sponsert. Was ist mit mir, Peres? Ich bin sechs Jahre alt. Meine Mutter hat noch jüngere Kinder, meine Geschwister. Denen geht es nicht besser als mir. Unsere dicken Bäuche sind wohl genährt so dachte ich, obwohl ich immer Hunger habe. Mama Christina kam bei uns vorbei. Sie hat mir auf den Bauch gegriffen und auf jenen meiner Geschwister. Ich verstehe nicht wieso sie gesagt hat, dass ich unterernährt bin. Ist ein dicker Bauch nicht gut? Ich muss noch viel lernen und meine Mama auch, die mir immer sagt Maisbrei essen ist genug für kleine Kinder. Sie brauchen nichts anderes… Da war ich dann im Restaurant von Africa Amini, habe mit meinen Geschwistern Huhn und Ei gegessen. So viel wie noch nie. Und ich darf jetzt eine Zeit in der Kindervilla, dem Waisenhaus, wohnen. Ich konnte es nicht glauben, dort wurde ich sofort von vielen Kindern empfangen, dort gibt es Bücher und Spielsachen und… Essen, das auch noch gut ist. Hier will ich bleiben. Und in die Worseg Vision Schule gehen. Danke Mama Christina, dass du rechtzeitig gekommen bist und meine Geschwister jetzt zu Hause auch regelmäßig gutes Essen bekommen und Sigrid, dass du da bist und unsere Familie unterstützt.

Wir spielen, lernen und wachsen in der Kindervilla – dem Waisenhaus

Hier ist immer was los. Neue Helfer die uns Spiele lernen, mit uns Hausaufgaben machen, Musikinstrumente erlernen helfen und Ausflüge organisieren. So lustig wie in diesem Februar war es schon lange nicht. Wir durften alle am Kilimanjaro Marathon mitmachen! Wir, alle die sich dafür qualifizierten und das wöchentliche Training unter der Leitung von Laurin und Franzi mitmachten. Um 4h früh holte Cornelia uns mit dem Bus ab und wir fuhren mit Mandazi in den Händen, einem aufgeregten flauen Gefühl im Bauch und gar nicht mehr müde, singend in Richtung Moschi. Mit tausenden von Menschen am Start und ins große Stadium am Fuße des Kilimanjaro nach einem erfolgreichen 5km Lauf ins Ziel einzulaufen. Was für ein Erlebnis. Als ich abends müde beim Einschlafen war, sah ich vor mir das Ziel und mich mit erhobenen Armen durchlaufen. I am a big star! Und wenn auch noch nicht ganz jetzt, vielleicht doch später einmal. Und unser Haus fühlt sich nach einem wirklichen Zuhause an. Viele Tage arbeiteten wir alle daran mit Fotos die Wände so richtig hübsch zu machen, auszumalen und die Solarinstallation zu erweitern. Franzi und Regina, danke euch, dass ihr uns so geholfen habt.

Jeden Tag wird ein Kind geboren…

Meine Mutter hatte eine sichere Schwangerschaft. Sie ging regelmäßig zu den Mutter Kind Untersuchungen ins Africa Amini Health Center und wusste auch, dass sie mich dort jederzeit auf die Welt bringen konnte. Nicht wusste sie, dass ich mich während der Geburt querlegen würde, und ich somit mittels Kaiserschnitt geboren werden musste. All das war anscheinend kein Problem. Ein stolzer Arzt, Dr. Anthony nannten sie ihn, nahm mich als erster in die Hände. Ich will auch einmal so ein toller Arzt werden. Als ich kurz darauf nach Hause ging bekam ich einen weißen Strampelanzug geschenkt. Das Leben ist schön!

… und vielen Kindern das Leben gerettet.

Kinder, die mit akuten Erkrankungen bei uns schnelle Hilfe bekommen oder in der Bettenstation aufgenommen werden. Kinder, die mit chronischen Erkrankungen genau abgeklärt werden, Kinder, deren Zähne rechtzeitig von Diana, unserer Zahnärztin untersucht werden, Kinder die von Tito, unserem Optiker, neue Brillen bekommen und auch Kinder, die von helfenden Ärzten wie hier von dem Plastischen Chirurgie Team aus Österreich (Dr. Deutinger, Dr. König und Dr. Komenko) versorgt wurden. Narbenkorrekturen nach Verbrennungen, chronische Wunden, Kinder die sonst keine Chance auf Besserung hätten. Dr. Bernhard Schwaighofer kam gerade rechtzeitig um gemeinsam die neuen Röntgengeräte, die Dr. Gabriele Weitlof-Holfeld für uns organisierte, zu installieren. Und der lang ersehnten Generator vom RC München-Solln wurde im Februar in Betrieb genommen. Dies sind weitere Schritte, um Frauen und Kindern eine bestmögliche Behandlung und Diagnosik zu ermöglichen. Dank tatkräftiger Unterstützung von Ärzten wie Dr. Kathrin Seitl, Dr. Norbert Guldner und Dr. Brida von Castelberg konnte unser Team seinen Erfahrungsschatz noch weiter ausbauen. Im Healing Center wurde speziell im Bereich der manuellen Techniken dank Anna, Elke und Martin Weber neues Know-How erworben und eine beginnende Physiotherapieausbildung auf die Beine gestellt. Tausende Kinderherzen haben mit diesen Zeilen ein Sprachrohr und sagen all jenen Menschen, die Africa Amini Alama unterstützen: Asante Sana! Maasai und Meru Kinder Momella, April 2018

Niedergeschrieben von Cornelia Wallner-Frisee – cornelia@africaaminialama.com, Website Africa Amini Alama: www.africaaminialama.com

SPENDENINFORMATION

Spendenkonto – Österreich: IBAN: AT141200051846031508, BIC: BKAUATWW 


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Besuchen Sie uns! Besuche uns!

Unser Projekt läuft auch ohne Freiwillige aus dem Ausland, aber trotzdem waren alle Menschen, die uns in den letzten Jahren besucht haben, Teil unserer Familie und Gemeinschaft! Menschen, die uns inspiriert haben und die auch von unserer Art zu leben und zu arbeiten gelernt haben. Sie möchten an unserer Initiative teilnehmen und die Träume von ökologischer und nachhaltiger Bewirtschaftung kennen lernen? Ein Ort, an dem man sich nicht um gesundes Essen kümmern müssen? Menschen kennen lernen und mit Freude und Liebe arbeiten?

Wir freuen uns über jeden von Euch da draußen, der uns besuchen möchte! Willst Du von und mit uns lernen, neue Ideen einbringen, Dich ehrenamtlich engagieren, Dein Wissen teilen, einfach Kommen und Sehen … Du bist herzlich willkommen!

Bist Du dir schon sicher, dass Du kommen willst? Oder hast Du noch Fragen zu Deinem Aufenthalt bei uns? Bitte schreibe uns einfach eine E-mail an project@otepic.org  und wir werden versuchen, Dir so schnell wie möglich zu antworten!

Wir arbeiten das ganze Jahr und deshalb bist Du jederzeit eingeladen uns zu besuchen. Bedenke jedoch, dass wir Regen- und Trockenzeiten haben. Unsere Tätigkeiten hängen vom Wetter ab. Zum Beispiel graben und pflanzen wir vornehmlich in der Regenzeit.

Wir haben auch schon mal einige allgemeine Informationen vorbereitet, die Dir vor und während Deines Aufenthaltes nützlich sein könnten: Weitere Infos auf http://www.otepic.org/de

 

Meine Erfahrung als Freiwillige

 

Liebe digitale Besucher von OTEPIC,

Mein Name ist Julia Datzko, ich bin eine 20-jährige Studentin aus Deutschland und Mitglied von „Project Peace“, einem deutschen Freiwilligenprogramm für Jugendliche, unter dessen Dach ich sechs Monate bei OTEPIC in Kenia arbeiten durfte. Von November 2013 bis Mai 2014 verbrachte ich meine Zeit in diesem großartigen Projekt. Ich arbeitete im Garten, lebte den Alltag mit den Einheimischen und arbeitete mit dem Gründer des Projekts, Philip Munyasia, an einigen technischen und journalistischen Angelegenheiten. An den Wochenenden sind wir ausgegangen und ich habe mich dort wirklich gut angefreundet, obwohl es mir anfangs schwerfiel, mich in einer Kultur niederzulassen, die für mich neu war (aber das Leben in Kenia unterscheidet sich nicht so sehr vom Leben in Europa).

Wenn Sie sich entscheiden, als Freiwilliger dorthin zu gehen, bin ich sicher, dass Sie sehr willkommen sein werden, denn OTEPIC-Leute freuen sich über jeden Besucher und jede Art von Unterstützung. In der Projecte kannst du alles tun, was das Bauen von Gemeinschaften betrifft. Lassen Sie mich Ihnen also die meiste Arbeit erzählen, die sich um Eigeninitiative dreht, und um wirklich in das Projekt zu kommen, empfehle ich dringend, für ein paar Monate zu bleiben, anstatt nur für ein paar Wochen.

Ich bewundere wirklich ihre Vision, ein Ökodorf zu werden, um Permakultur zu verbreiten und lokale und ökologische landwirtschaftliche Techniken zu kombinieren, das Gemeinschaftsleben zu erleben und Menschen eine bessere Zukunft zu geben. Ich bin mir sicher, dass sie dieses Ziel erreichen werden, und es war mir eine Freude, dass ich für einige Zeit an diesem Projekt teilnehmen konnte. Natürlich werde ich in ein paar Jahren zurückkommen, um zu sehen, was sich geändert hat – ich bin mir sicher, dass es viel Fortschritt geben wird!

Unser neuer Lehm-Ofen wurde endlich eingeweiht!

Nach ca. zwei Stunden vorheizen haben wir dann den ganzen Tag Pizza, Cookies und Brötchen gebacken. Das Backen hat gut geklappt und sehr leckere Ergebnisse hervorgebracht. Der Ofen leistet nicht nur einen Beitrag für eine abwechslungsreichere Ernährung, perspektivisch können die Produkte vermarktet werden.

Dieser Beitrag wurde von der OTEPIC-Praktikantin Paula vom project peace verfasst.

 


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