Entwicklungshilfegelder für profitorientierte Konzerne, geht’s noch? Tiefkühlpizza von Dr. Oetker mit durchgängiger Kühlkette von Deutschland nach Nairobi, gefördert von Entwicklungshilfe, Vertreibung von Kleinbauern für exportorientierte Landwirtschaft, ebenfalls mit EH-Geldern, die nervösen Bla-Bla-Kommentare der Spitzenmanager der beteiligten Banken und Konzerne (und leider auch die Statements von einigen „adoptierten“ Afrikanern) sprechen für sich. Die Flüchtlings-Generierungmaschinerie wird dadurch gut geschmiert. Wer wundert sich da noch?

Noch eine Woche auf ARTE nachzusehen, nein besser: nachzuschaudern.

http://www.arte.tv/de/videos/059525-000-A/konzerne-als-retter

 


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2012 hatte ich Elias Bierdel zur Global-Player-Kalenderseite „Das Drama im Mittelmeer“ als Autor gewonnen. Seither sind für fast fünf Jahre vergangen und an den Fluchtursachen hat sich nichts geändert. Wir in der EU und auch andere Industriestaaten profitieren nach wie vor an den unfairen Handelsbeziehungen mit Afrika, die so viele Menschen verzweifeln lassen und eben in die Flucht treiben. Leider wird auch in der EU fast nur mehr von Abschottung und Schließung von Fluchtrouten gesprochen (darunter auch der österreichische Außenminister, zuständig auch für die Entwicklungszusammenarbeit) anstatt endlich auch Programme zur Verbesserung der Lebens- und Handelsbedingungen in afrikanischen Ländern zu starten. 

Hans Bogenreiter

 

 
 
Zeit im Bild hat ein neues Video hinzugefügt: Bierdel: „Es ist eine abscheuliche Heuchelei“.

„Es ist eine abscheuliche Heuchelei“ – Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel meint Im Zentrum: „Wer sich brüstet, dass er die Balkanroute dicht gemacht hat, der hat dafür gesorgt, dass jetzt mehr Menschen auf den anderen Routen sterben“:

 
 

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Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen, Personen, die essen, Kind, Tisch und Essen
 
FEIERLICHE ZEREMONIE ZUM BAUSTART DER KUNDALINEE SCHOOL
Ein historischer Tag für „Weltweitwandern Wirkt” und alle unsere tollen UnterstützerInnen: Im Rahmen einer großen, bunten Hindu-Zeremonie erfolgte am 1. April der offizielle Baustart der Kundalinee School. Strahlende Gesichter bei SchülerInnen & LehrerInnen, unserem Projektarchitekten Johannes Würzler, dem Projektbetreiber Sudama Karki und der gesamten Dorfgemeinschaft. Sieh hier, wie der Bauplatz von einem Hindu-Priester gesegnet und mit Blumen, Räucherstäbchen, Musik und Tänzen feierlich eingeweiht wurde.
Wenn du dieses Schulprojekt mit einer Spende unterstützen willst: http://www.weltweitwandernwirkt.org/bildungsprojekte-nepal/…
 

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Alexander Wostrys FB-Posting: Mein Vortrag zu unserer Organisation Sustainable Agriculture Tanzania (SAT) findet am 2.4. im Spielboden in Dornbirn um 17:00 statt. Ihr seit natürlich alle herzlichst willkommen. Dort werde ich euch erzählen warum die Kleinbauern unserer Welt so auschlaggebend sind für unsere globale Zukunft, und was unsere Organisation für einen wertvollen Beitrag dazu leistet.

Alexander Wostry erzählt in der ORF Radio Vorarlberg-Sendung „Ansichten“ über sein Leben in Tansania – und eine ganz besondere Hochzeit unter Bananenhainen.
VORARLBERG.ORF.AT
 

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Aktuell beim Augustin-Kolporteur/in Ihres Vertrauens (bis 11.4.2017)

Zum Foto: Der ladakhische Lehrer Tsering Angchuk beauftragte Künstler Lerninhalte aus Biologie, Geographie, Geschichte, Religion usw. an die Mauer vom Internat zu malen. Damit ist nicht nur ein lustiges Lernen für die Internatsschüler möglich, sondern auch ein Lernen für viele andere Menschen, die daran vorbeigehen.

Über Österreicher_innen, die im Ausland an sozialen und ökologischen Projekten arbeiten, berichtet Johann Bogenreiter. Diesmal: ein Schulprojekt in Ladak. Foto: Friends of Lingshed und Christian Hlade

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Auch Facebook hat seine guten Seiten: eben hatte ich eine Freundschaftsanfrage von  Zoran Dobrić, Journalist beim ORF, die ich gerne bestätigte. Da bemerkte ich auf seiner Seite diese interessante Ausstellung, die leider nur noch bis 23. März offen ist. Hans Bogenreiter

Zoran Dobrić:

Als ich noch klein war und nicht alles, was auf meinem Teller landete, aufessen konnte, schimpfte meine Mutter oft in strengem Ton: „Schäm dich! Jeden Tag sterben hungrige Kinder in Afrika und du willst, dass ich das jetzt in den Müll werfe?“ Da tauchten vor meinem inneren Auge sofort die schwarz-weißen Fernsehbilder von den hungernden Kindern in Biafra auf: unnatürlich große Bäuche, extrem dünne Beinchen und Ärmchen, starre und entsetzte Gesichter, die mir Angst machten. Also aß ich meinen Teller leer.

Seit damals sind nun bereits fünfzig Jahre vergangen. Meine Mutter ist mittlerweile tot. Millionen von Kindern in Afrika sind vor Hunger gestorben. Und sie sterben täglich weiter. Dass ich meine Mahlzeiten alle immer brav aufgegessen hatte, hat den hungernden Kindern in Afrika offensichtlich nicht geholfen.
2009 bin ich das erste Mal nach Afrika gereist. Gabriel Müller von „Licht für die Welt“ führte mich und noch einige wenige Journalisten durch Burkina Faso und präsentierte uns mehrere Projekte seiner Hilfsorganisation. Das größte Projekt von „Licht für die Welt“ war damals die Augenklinik in der Stadt Zorgho. Bis zu 2.000 Augenoperationen wurden dort jährlich von nur einem einzigen Augenarzt durchgeführt. Blinde Menschen reisten mehrere Wochen lang aus den entlegensten Dörfern Burkina Fasos nach Zorgho an, um dort ärztliche Hilfe zu bekommen.
Als ich das erste Mal in dem überfüllten Hof der Augenklinik in Zorgho mit meiner Videokamera stand, war ich völlig verwirrt. Hunderte von Menschen, gekleidet in den grellsten und buntesten Farben, mit den wundervollsten Frisuren, die schönsten Kinderaugen, fröhliche und besorgte Gesichter, ein so liebe- und respektvolles Beisammensein von allen Anwesenden – all das ließ mich zuerst gar nicht richtig begreifen, wo ich war und was ich da zu tun hatte. Erst später nahm ich auch die Betroffenheit und die Krankheiten von den in der Augenklinik anwesenden Menschen wahr: Blindheit, Grauer Star und andere Augenleiden. Doch bald war meine Kamera schon wieder auf die überwältigenden Farben und die auf dem Rücken ihrer Mütter eingewickelten und schlafenden Kinder gerichtet…
Auf Burkina Faso folgten: Äthiopien, Mosambik, Kongo, Uganda und immer wieder Burkina Faso. Jenes Afrika, das ich kennenlernte, ist ein Kontinent von stolzen, herzlichen, gastfreundlichen, sozialen, kreativen, neugierigen und überaus aktiven Menschen, die vor allem von den westlichen Konzernen und Staaten konsequent ihres Landes, ihrer Ressourcen, ihrer Gesundheit, ihrer Selbständigkeit und ihrer Prosperität beraubt werden.
Heutzutage hätte Afrika unsere Entwicklungshilfe eigentlich gar nicht nötig. Wir müssten Afrika nicht einmal alles, was wir diesem Kontinent geraubt haben, zurückgeben – nein – es würde reichen, wenn wir einfach sofort mit dem Rauben aufhören würden.
Afrika hat alles was es braucht, um uns in einer absehbaren Zeit nicht nur wirtschaftlich zu überholen.

 


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