Verzweifelte Bewohner_Innen des Flusstales protestieren weiter. 

56 Jahre nach der ersten Grundsteinlegung, ein Jahr nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der letzten Turbinen des umstrittenen Sardar Sarovar-Damms am Narmada-Fluss im Bundestaat Gujarat in Indien hat die Flussaufsichtsbehörde des Bundesstaates im Juni 2017 die Genehmigung erteilt, alle 30 Schleusen des Dammes zu schließen, um die Füllung des Reservoirs von derzeit 121,92 Metern auf 138,68 Meter erstmalig zu erlauben. Gujarats Regierungschef Vijay Rupani nannte den Moment einen „goldenen Moment in der Geschichte von Gujarat.“ Die vom Staudammbau betroffenen Anwohner/innen sehen die Flutung des Reservoirs ganz anders. An die 40 Jahre hatten sie teils erbitterten Widerstand gegen das Sardar Sarovar-Damm-Projekt geleistet. Der Narmada-Fluss ist mit über 1.312 Kilometern Länge der fünftlängste Fluss Indiens und bildet die geographische Grenze zwischen Nord- und Südindien. Von den insgesamt über 3.000 in Planung befindlichen Dämmen am Narmada ist der Sardar Sarovar-Damm, der größte und der umstrittenste.

Bereits in den 1940er Jahren entstanden erste Pläne den Narmada mehrfach zu stauen und durch die Mehrfachnutzung eine tiefgreifende Entwicklung für Indien zu erreichen: Das Wasser des Narmada sollte Strom und Trinkwasser für bis zu 30 Millionen Menschen liefern und durch Kanalbauten die Landwirtschaft bewässern, und so bis zu 20 Millionen Menschen ernähren helfen. Eine win-win-Situation? Es dauerte noch Jahrzehnte, bis begonnen wurde, diese Pläne umzusetzen.

Aber ab dem Jahr 1989 entstand ein ungeahnter Widerstand. Im Narmada-Tal, direkt am Fluss, trafen sich in jenem Jahr rund 50.000 Menschen, um gegen die Staudammpläne zu protestieren. Denn allein durch den ersten Damm, also den Sardar Sarovar-Damm, müssen 30-40.000 Menschen zwangsumgesiedelt werden. Sollten die weiteren Pläne der indischen Regierung für weitere Dammbauten am Narmada-Fluss auch nur annähernd durchgesetzt werden, so wurde befürchtet, dass diese Zahl auf 200.000 Menschen steigen würde, darunter auch viele indigene Adivasi, die am und vom Fluss leben.

Im Jahr 1985 gewährte die Weltbank einen Kredit in Höhe von 450 Millionen US-Dollar für den Sardar Sarovar-Damm – obwohl schon damals die Unvereinbarkeit des Projekts mit den sozialen und Umweltvorgaben publik gemacht worden war. Es war vor allem der Zusammenschluss Narmada Bachao Andolan, einer Koalition sozialer Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen, die national wie international für lautstarken Widerstand und Protest sorgten und schließlich den Ausstieg der Weltbank erreichten. Indien baute trotzdem weiter.

 

Quelle: www.gegenstroemung.org / Christian Russau, Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Newsletter Nr. 13 des 2-Rivers Project

Die Ereignisse im Narmada-Tal überschlagen sich gerade zu einem Zeitpunkt, in dem das Indien den 70. Jahrestag der Gründung ihrer Republik feiert. Am 8. August 20167 wurde die Galionsfigur des Widerstandes, Gründerin der Organisation Narmada Bachao Andolan und Trägerin des ‎Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis), Medha Patkar, zusammen mit allen Mitfastenden von der Polizei ins Spital gebracht. Mit ihrem Protest versucht die 63-jährige Aktivistin seit über 30 Jahren, die dort lebenden Menschen, zum Großteil Adivasi, vor den Fluten des Narmada-Staudamms zu schützen. Sie verweigerte schon oft tagelang das Essen, harrte bewegungslos im Wasser aus, während es bereits stieg. Mittlerweile haben alle, nach 17 Fastentagen, den Hungerstreik beendet und gleichzeitig die Fortführung ihres Protests angekündigt. Ihr Protest stützt sich auf eine breite Solidarität, national und international.

 

Wir hatten soeben den Gründer von FIAN Tamilnadu, Mr. Gurusamy, bei uns zu Besuch. Seine Überzeugung ist, dass es Alternativen zu diesem Megaprojekt gibt. Mit vielen kleineren Kraftwerken und angepasster Technologie kann die Stromversorgung auf eine Weise gewährleistet werden, die weder den Menschen noch der Umwelt Schaden zufügt. Dazu wäre eine Planung nötig, die die Rechte der Menschen und den Schutz der Umwelt zu einem zentralen Anliegen macht.

Im Fall von Narmada sind aktuell die BewohnerInnen von 244 Dörfer des Tales von Vertreibung und Verlust all ihrer Lebensgrundlagen bedroht, weil das Wasser bald die Dörfer erreichen wird, wenn der Sardar Sarovar-Staudamm voll in Betrieb geht. Die Umsiedlung ist nicht wirklich geregelt und birgt daher für entwurzelte Menschen viele Probleme und Leid.

Im folgenden Link finden Sie einen Film, in dem Medha Patkar die aktuelle Lage erklärt.

 http://www.narmadaandolan.org/film-why-narmada-bachao-andolan-challenging-sardar-sarovar-dam/

Ihre Elisabeth Költringer bittet um Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

2Rivers Friendship Project

Verein für Menschenrechte und natürliche Lebensräume, Ohnerstorf 11, A-4152 Sarleinsbach

Bitte Petition unterstützen

Mit dieser Petition können Sie den Widerstand gegen die Flutung des Narmadatales unterstützen:

http://www.habitants.org/zero_evictions_campaign/zero_evictions_narmada_valley/narmada_valley_stop_drowning_40_000_farmers_fisherfolk_and_indigenous_families_without_rehabilitation_save_the_river_narmada_from_destructive_development

 

 

 


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Hohe Auszeichnung für SAT

Die Initiative Nachhaltige Landwirtschaft Tansania (SAT) gewann einen Lush Spring Prize 2017.

SAT gewann in der Kategorie der etablierten Gruppen oder Organisationen, die über fünf Jahre erfolgreiche und inspirierende Arbeit geleistet haben. Es gab zwei Preisträger 2017, die an die jeweils 25.000 € vergeben wurden.

Vorstellung von SAT anlässlich der Preisvergabe

SAT (Sustainable Agriculture Tansania) arbeitet mit Kleinbauern von Angesicht zu Angesicht, ganzheitlich, um agroökologische Methoden durch Verbreitung, Anwendung und Forschung zu erleichtern, auszutauschen und zu verfeinern, um den Lebensunterhalt zu stärken. Die Organisation schafft Verbindungen zwischen Landwirten, Erziehern, Forschern und Regierungen, um lokal relevante Kenntnisse zu generieren und zu inspirieren. Seit 2011 hat SAT über 2000 großzügige Landwirte in die agroökologische Landwirtschaftsbewegung gebracht, indem sie in 72 Gruppen von 52 Dörfern mit partizipativen Landwirtschaftsschulen demonstriert und praktiziert. Diese Gemeinde baut die SAT-Innovationsplattform auf, wo alle gewonnenen Erfahrungen einer nationalen Gemeinschaft von mehr als 50.000 Landwirten zugänglich gemacht werden.

Der zweite Preisträger in dieser Kategorie ist übrigens das Timbaktu Kollektiv: Es arbeitet für eine nachhaltige Entwicklung in dem Dürre anfällig gewordenen Anantapur Bezirk von Andhra Pradesh (AP) in Indien. Infos: http://www.timbaktu.org/

Der Lush Spring Prize*

Der jährliche £ 200.000 Preisfonds ist offen für Einzelpersonen, Gemeinden und Organisationen von den frühesten Ideen Phase eines Projekts, bis hin zu etablierten Organisationen und Kampagnen/Gruppen.

Menschen auf der ganzen Welt entwickeln Wege, um in Harmonie mit der Natur und einander zu leben. Sie erzeugen erneuerbare Ressourcen, stellen Ökosysteme wieder her, pflegen Solidarität und machen Gesellschaften stärker. Diese Umwelt- und Sozialregeneration möchte der Lush Spring Prize fördern.

Die hochkarätige Jahrestagung bringt Menschen zusammen, um ihre Fähigkeiten und Erfahrungen zu teilen und das Bewusstsein für die Regeneration und ihr Potenzial zu wecken. Erfahren Sie mehr über den Preis, seinen Zweck und wer dahinter steckt: http://springprize.org

  • Der dicht/üppig wachsende Frühlingspreis

 

 

 

 


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Sicheres Trinkwasser ist eine essentielle Grundlage für das menschliche Überleben. In vielen Regionen der Erde ist die Versorgung mit Trinkwasser jedoch nicht gesichert und ein großer Teil der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser.

 

HELIOZ’S IMPACT FÜR SICHERES TRINKWASSER

WADITM: eine Investition in die Zukunft

Es klingt fast zu einfach, um wahr zu sein: Füllen Sie verunreinigtes Wasser in PET-Plastikflaschen und legen Sie diese eine Zeit lang ins Sonnenlicht. Die UV-Strahlung der Sonne deaktiviert Krankheitserreger im Wasser – das Ergebnis ist sicheres, gesundes Trinkwasser! Einzig die Kraft der Sonne ist Voraussetzung für den Desinfektionsprozess.

Diese umweltfreundliche und nachhaltige Methode der Wasseraufbereitung nennt sich SODIS (solar water disinfection – solare Wasserdesinfektion). Sie wurde an der ETH Zürich wissenschaftlich erforscht und getestet sowie von der WHO und UNICEF bestätigt und anerkannt.

Das österreichische Unternehmen HELIOZ entwickelte das innovative, solarbetriebene UV-Messgerät WADITM, um den Prozess der solaren Wasserdesinfektion zu veranschaulichen. Damit bringt man ihn betroffenen Menschen in südlichen Ländern auf einfachste Weise näher. Das WADITM wird neben PET-Plastikflaschen gelegt, ein lachender Smiley auf dem Gerät zeigt an, ab welchem Zeitpunkt das durch die UV-Strahlen der Sonne desinfizierte Wasser getrunken werden kann.

Durch solare Wasserdesinfektion mit WADITM können die Häufigkeit wasserbedingter Krankheiten in Entwicklungsländern signifikant reduziert und die Lebensbedingungen der betroffenen Bevölkerungsgruppen verbessert werden. WADITM nutzt die Kraft der Sonne zur Wasserdesinfektion und ermöglicht betroffenen Familien erstmals einen nachhaltigen und leistbaren Zugang zu sicherem Trinkwasser.

Helioz GmbH | Rüdigergasse 10 | 1050 Wien | Österreich Tel: +43-1-5850004-44 | www.helioz.org | office@helioz.org

Aktueller Newsletter: http://mailchi.mp/helioz/wadi-waterdisinfection?e=fe6de2ae20

 

 

 


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64. Hilfsfahrt nach Rumänien, 40. Fahrt Republik Moldova und 3. Hilfsfahrt nach Transnistrien vom 21. bis 29. April 2017.

Einen Vorposten Moskaus…hatten wir gleich nach unsere Ankunft in der Moldova besucht, nämlich: Pridnestrowje, die von der Moldau abtrünnige Separatisten-Republik, auch Transnistrien genannt, zwischen der Moldova und der Ukraine gelegen, deren Bevölkerung – 500.000 Einwohner – zu zwei Dritteln aus Russen und Ukrainern; der Rest aus Moldaviern besteht. Seit 1992 de facto unabhängig, von keinem Staat der Welt anerkannt – nicht einmal von der Schutzmacht Russland – wollte sich dieser Teil Moldaviens nicht von der Staatengemeinschaft der ehemaligen SSR loslösen.

Im Grenzgebiet: Betonsperren. Ein roter Stern, Hammer und Sichel sind ein Teil der Nationalflagge, ein getarnter Panzer, Militär… Das Auswärtige Amt rät von Reisen in dieses Land ab, wo in der Hauptstadt Tiraspol eine riesige Lenin-Statue vor dem Obersten Sowjet steht. Der Geheimdienst heißt noch immer „KGB“….

Unsere russisch sprechenden Kontaktleute hatten uns wieder dorthin gebracht, um uns die Armut in der Hauptstadt vor Augen zu führen.

Den kompletten, beeindruckenden Bericht finden Sie auf: 

http://www.fegerl.at/josef/roman/64.HF/Bericht%2064+40+3%20komplett.pdf


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Frauen bewegen Afrika

Unsere neuen Projekte im Mai  – Newsletter des Entwicklungshilfeklub. 

Sie versorgen ihre Kinder, Männer und alten Angehörigen, produzieren Nahrungsmittel, kümmern sich um die Tiere, bestellen die Felder… In vielen Teilen der Welt lastet die Verantwortung für das Fortkommen der Familien schwer auf den Schultern von Frauen. Vor allem auch in vielen Ländern Afrikas.

Hilfe, Erleichterung, Wertschätzung oder Möglichkeiten, die Situation zu verbessern, bleibt den meisten Frauen jedoch vorenthalten. Denn noch immer gibt es diskriminierende Strukturen, die verhindern, dass Frauen Zugang zu Bildung, Ressourcen, Eigentum und Rechten haben.

Aber Frauen haben längst ihre Stärken bewiesen und längst hat man erkannt: Wenn Frauen und Mädchen nur die kleinste Möglichkeit erhalten, treiben sie nicht nur ihre eigene Entwicklung voran, sondern auch die ihrer Familie und der Gemeinschaft, in der sie leben.

Drei Projekte von Frauen bewegen Afrika

Mit dieser Überzeugung im Blick legen wir Ihnen drei Projekte ans Herz, die engagierte Frauen in Äthiopien und Ruanda dabei unterstützen möchten, durch Bildung, und verbesserte Landwirtschaft ihre Potenziale zu entfalten.

Gemüseanbau für Kleinbäuerinnen in Ruanda

Schulungen und Startset für 1 Kleinbäuerin: 70,- Euro

Zugang zu Bildung für Frauen und deren Töchter in Äthiopien

Bildungsmaßnahmen, Startkredit für 1 Frau und ihre Töchter für 1/2 Jahr: 38,- Euro

Bericht „Gemeinsam mit der Natur“

Unsere Partnerorganisation „Sustainable Agriculture Tansania“ kann dank der Unterstützung unserer SpenderInnen ihr Schulungszentrum ganzjährig mit Wasser versorgen.

Friedenslauf 2017

Bereits zum 16. Mal fand heuer der Friedenslauf um das Wiener Rathaus statt, bei dem wieder über 1.000 LäuferInnen u.a. für unser Kinder-projekt im Libanon an den Start gingen.

Benefiz-Konzert

Im Mai wurde uns wieder ein niveauvoller, schöner Abend von großartigen KünstlerInnen geschenkt, an dem auch in besonderer Weise des großen Engagements von Otto Tausig gedacht wurde.

Danke für Ihre Verbundenheit!

Ihr Entwicklungshilfeklub

Böcklinstraße 44 1020 Wien Österreich, Tel: 720 51 50, E-Mail: office@eh-klub.at, www.entwicklungshilfeklub.at

 

 

 


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Sonntag, 14. Mai 2017 um 19:30,

Schloss Ebelsberg, 4030 Linz, Ebelsberger Schloßweg 7,

Eintritt: 18 Euro, Kontakt: 0664/8544991

Es spielen:

Prof. Carsten Lorenz: Virginal

Dana Mufti & ihr Sohn Amr Hamwi: Piano

Reiner Steinweg: Viola da Gamba

Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit Kompositionen des 16.-19. Jahrhunderts.

Nai. Verein zur Unterstützung syrischer Kinder durch Musik

Sophiengutstraße 13c/2; A-4020 Linz, mobile: +43/(0)664-8544991, office@nai-syria.org. www.nai-syria.org

SPENDENKONTO: HYPO Oberösterreich, IBAN: AT40 5400 0000 0040 2008


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